Foto: Zollfahndung Essen
Das Zollfahndungsamt Essen blickt auf ein außergewöhnliches Jahr 2025 zurück. Mit mehr als 11.000 eingeleiteten Ermittlungsverfahren und Rekordmengen sichergestellter Drogen verzeichnete die Behörde einen massiven Anstieg im Kampf gegen organisierte Kriminalität, Schmuggel und Steuerhinterziehung. Besonders die Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität stand dabei im Fokus.
Deutlicher Anstieg bei Drogenkriminalität
Nach Angaben der Behörde haben sich die Ermittlungsverfahren im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Gleichzeitig verfünffachte sich die Menge der sichergestellten Drogen auf mehr als 27 Tonnen. Allein rund 23 Tonnen Cannabis wurden beschlagnahmt. Trotz der veränderten Rechtslage bleibe die illegale Einfuhr weiterhin ein zentrales Problemfeld der Strafverfolgung.
Neben Cannabis registrierten die Ermittler auch erhebliche Mengen synthetischer Drogen wie Amphetamin, Methamphetamin und neue psychoaktive Stoffe. Viele der illegalen Waren gelangten über internationale Post- und Frachtwege nach Deutschland.
Schlag gegen illegale Zigarettenfabrik in Düsseldorf
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bekämpfung von Steuer- und Verbrauchskriminalität. Besonders bedeutend war die Aushebung einer illegalen Zigarettenfabrik im März 2025 in Düsseldorf. In der Anlage industriellen Ausmaßes stellte der Zoll rund 32 Millionen Zigaretten sicher. Der geschätzte Steuerschaden beläuft sich auf etwa 54 Millionen Euro.
Auch Verstöße im Zusammenhang mit E-Zigaretten und sogenannten Substituten nahmen deutlich zu. Die Zahl entsprechender Ermittlungsverfahren stieg laut Zollfahndung erheblich an.
Waffen, Pyrotechnik und Geldwäsche im Fokus
Sorge bereitet den Ermittlern zudem die zunehmende Verbreitung verbotener Waffen und illegaler Pyrotechnik über den internationalen Onlinehandel. Im Jahr 2025 wurden mehr als 47.000 pyrotechnische Gegenstände sichergestellt. Gleichzeitig stieg die Zahl der Verfahren wegen Waffenkriminalität deutlich an.
Im Bereich Geldwäsche konnten die Behörden fast neun Millionen Euro sichern. Zusätzlich wurden im Rahmen der Vermögensabschöpfung rund zehn Millionen Euro eingezogen. Damit verfolgt die Zollfahndung weiterhin das Ziel, kriminelle Gewinne konsequent abzuschöpfen.
Behördenleitung betont Bedeutung für innere Sicherheit
Regierungsdirektorin Carolin Müller sprach von bedeutenden Erfolgen im Kampf gegen internationale Schmuggelnetzwerke und organisierte Finanzkriminalität. Das Zollfahndungsamt Essen leiste damit einen wichtigen Beitrag zur inneren Sicherheit sowie zur Sicherung staatlicher Einnahmen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.
Text: LC/Redaktion Die Knipser/Zollfahndungsamt Essen





























