Foto: RNN GmbH/Lumengraphie GbR
Die umfassende Elektrifizierung des Busverkehrs im Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund (RNN) ist das Ergebnis einer weitsichtigen und strategischen Planung der öffentlichen Hand. Die Landkreise als Aufgabenträger und das Land Rheinland-Pfalz schaffen durch gezielte Finanzierung und klare Vorgaben die entscheidenden Grundlagen dafür, dass die Verkehrswende gemeinsam mit den beauftragten Verkehrsunternehmen vorangetrieben werden kann. Bereits mit dem Start der neuen, verbesserten Busnetze im Jahr 2022 legte der RNN in enger Abstimmung mit den Landkreisen den Grundstein für diese Entwicklung. In den damaligen Ausschreibungen wurde bewusst darauf geachtet, dass die Fahrzeuganforderungen und Vertragslaufzeiten eine spätere Umstellung auf alternative Antriebe, insbesondere E-Mobilität, ermöglichen. Diese strategische Weitsicht zahlt sich nun aus.
Landkreise und Land ermöglichen E-Bus-Offensive
Durch die Finanzierungszusagen der öffentlichen Hand kann die Kommunalverkehr Rhein-Nahe (KRN) ihre Flotte umfassend modernisieren. Insgesamt 60 Elektrobusse werden beschafft, von denen die ersten 18 bereits im ersten Quartal 2026 den Betrieb aufnehmen. Ein zentrales Element dieser von den Kreisen getragenen Initiative ist der Bau des neuen E-Bus-Betriebshofs in Wörrstadt im Landkreis Alzey-Worms. Als größter seiner Art in Rheinland-Pfalz wird er den Betrieb der E-Busse auf wichtigen Pendlerstrecken wie Mainz-Bad Kreuznach (Linie 630) oder Mainz-Alzey (Linie 660) sicherstellen.
Landkreis Birkenfeld setzt auf E-Mobilität mit 20 neuen Bussen
Auch der Landkreis Birkenfeld investiert als verantwortlicher Aufgabenträger massiv in eine klimafreundliche Zukunft. Durch sein Engagement konnten für die Nahverkehrsbetriebe Birkenfeld (NVB) 20 neue Elektrobusse angeschafft werden, die durch Bundesmittel gefördert werden. Diese decken künftig drei Viertel der jährlichen Fahrleistung ab und sparen über 1.500 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Die Entscheidung des Landkreises für diesen Schritt ist ein Meilenstein für den ÖPNV und die Lebensqualität in der Region, insbesondere im Stadtverkehr von Idar-Oberstein und auf einigen Überlandlinien.
Stadt Ingelheim als kommunaler Vorreiter
Die Stadt Ingelheim hat bereits früh eine Pionierrolle im Verbundgebiet eingenommen. Durch den Entschluss, den Stadtbusverkehr auf batterieelektrische Busse umzustellen, setzte die Stadt schon vor Jahren ein starkes Signal für eine CO2-neutrale Zukunft. Die Anstrengungen der Landkreise, des Landes sowie der Stadt Ingelheim demonstrieren das gemeinsame Engagement für einen nachhaltigen und modernen Nahverkehr. Als Verbund schafft der RNN dabei die koordinative Plattform zur Angebotsabstimmung und treibt die einheitliche Ausrichtung für eine umweltfreundliche Mobilität in der gesamten Region voran.





























