Michael Wegener (satware), MdL Dirk Beyer mit Roboter „Ritchie“, Staatsministerin Dörte Schall und Dietmar Schönig (satware). Foto: Wahlkreisbüro MdL Dirk Beyer

Der SPD-Landtagsabgeordnete Dirk Beyer hat gemeinsam mit Staatsministerin Dörte Schall, Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst und Stadträtin und Aufsichtsratsmitglied Heidi Lammeyer das Computer-Technologie Unternehmen satware besucht. Im Mittelpunkt des Austauschs stand eine von satware entwickelte KI-basierte Softwarelösung für die Bauverwaltung, die darauf abzielt, Verwaltungsabläufe deutlich zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Das Unternehmen entwickelt digitale Anwendungen, die unter anderem Kommunen und Verwaltungen bei der Bearbeitung von Bauanträgen und anderen komplexen Verfahren unterstützen. Durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz sollen Prozesse effizienter gestaltet, Bearbeitungszeiten verkürzt und Mitarbeitende entlastet werden. Die Firma satware ist dabei bundesweit tätig und arbeitet mit Unternehmen in ganz Deutschland zusammen.

Vorstandsvorsitzender Dietmar Schönig machte deutlich, dass sich das Unternehmen einen noch engeren Austausch und stärkeren Input mit durch das Land wünsche – etwa bei Pilotprojekten, Förderprogrammen und der strategischen Einführung digitaler Lösungen in Verwaltungen. Gerade innovative mittelständische Unternehmen könnten so besser in die Fläche wirken.

Staatsministerin Dörte Schall ergänzte, dass auch die Landesregierung bereits Künstliche Intelligenz einsetzt, um Verwaltungsprozesse zu modernisieren. Entscheidend sei dabei, Innovation und Verantwortung zusammenzudenken. Ein weiteres Thema des Austauschs war daher auch der Datenschutz, der bei allen Anwendungen von Anfang an mitgedacht werden müsse. Eine Orientierung an den Landesdatenschutz sei hier zielführend, so Schall.

Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst nutzte die Gelegenheit, um sich über die konkrete Einsatzmöglichkeiten der Software in der kommunalen Bauverwaltung auszutauschen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs lag auf den Standortvorteilen für Worms, insbesondere durch die Hochschule vor Ort. Die Nähe zu gut ausgebildeten Fachkräften, jungen Talenten und praxisnaher Forschung biete große Chancen für die Stadt und regionale Unternehmen. In diesem Zusammenhang betonte Entwickler Michael Wegner: „Diese Menschen sind die Säulen unserer Zukunft.“

Auch der Einsatz von KI-Systemen im Bildungsbereich wurde angesprochen. Gerade multilinguale Anwendungen seien technisch vergleichsweise einfach umzusetzen und könnten einen wichtigen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit leisten. Als Praxisbeispiel wurde der jüngst programmierte Roboter „Ritchie“ vorgeführt, den eine Schülerpraktikantin in nur 2 Tagen erarbeitet hatte und der 128 Sprachen spricht.

Dirk Beyer unterstrich abschließend den pragmatischen Ansatz im Umgang mit neuen Technologien: „Künstliche Intelligenz ist ein Werkzeug und ein Instrument, um Fachpersonal dort einzusetzen, wo es wirklich gebraucht wird. Sie ersetzt keine Menschen, sondern unterstützt sie – und genau darin liegt ihre große Chance für Verwaltung, Bildung und Gesellschaft.“

Der Besuch machte deutlich, welches Potenzial in der Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Wissenschaft und regionalen Technologieunternehmen liegt, um Verwaltungsprozesse moderner, transparenter und bürgerfreundlicher zu gestalten – ein zentrales Anliegen sozialdemokratischer Politik.