Über 150 Kunstwerke zum Thema Zeit sind in der neuen Ausstellung im Gimbsheimer Storchenschulhaus zu sehen. Die Schau erstreckt sich über alle Bereiche des Museums und ist bis Mitte März kostenlos zugänglich. Foto: Mirco Metzler/Die Knipser
Das Museum der Verbandsgemeinde Eich startet das neue Jahr im Gimbsheimer Storchenschulhaus traditionell mit einer großen thematischen Kunstausstellung. In diesem Jahr steht die bereits 14. Ausstellung ganz im Zeichen des Themas „Zeit“. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf eine außergewöhnlich vielfältige Schau mit über 150 kreativen Beiträgen freuen.
Seit 2010 beginnt das Museum das Jahr mit einer solchen Gemeinschaftsausstellung, die sich jedes Mal einem neuen Oberthema widmet. Nach „Wasser“ und „Nacht“ in den vergangenen Jahren ist es 2026 nun die Zeit, die künstlerisch beleuchtet wird. Rund 150 Teilnehmende haben sich mit dem Thema auseinandergesetzt und Werke aus den Bereichen Fotografie, Malerei, Zeichnung, Skulptur, Film, Textilkunst und Text eingereicht.
Die Ausstellung erstreckt sich über das gesamte Museum. Auch die Bereiche der Eiszeit- und Archäologie-Ausstellung sind in die Präsentation eingebunden. Kunstwerke finden sich zwischen römischen Artefakten, eiszeitlichen Funden und sogar in unmittelbarer Nähe des Mammutskeletts im Obergeschoss. Dadurch entsteht ein vielschichtiger Rundgang, bei dem historische Inhalte und zeitgenössische Kunst miteinander in Beziehung treten.
In den Tagen vor der Eröffnung ist das Aufbau-Team intensiv mit der Gestaltung beschäftigt. Bilder werden neu gehängt, Exponate umgruppiert oder erhalten einen völlig neuen Platz. Dabei spielt nicht nur das einzelne Werk eine Rolle, sondern das Zusammenspiel aller Beiträge. Farbverläufe, Größenunterschiede, thematische Bezüge und bewusst gesetzte Linien zwischen einzelnen Arbeiten prägen das Gesamtbild der Ausstellung.
Neben klassischen Kunstformen sind auch fünf Videofilme Teil der Schau, die im Eiszeit-Raum in Dauerschleife gezeigt werden. Inhaltlich reicht die Auseinandersetzung mit dem Thema Zeit von Kindheit und Vergänglichkeit über persönliche Lebensphasen bis hin zu Zukunftsvisionen. Einige Werke wurden sogar mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt.
Die Ausstellung lebt dabei bewusst von der Vielfalt ihrer Teilnehmenden. Der jüngste Künstler ist gerade einmal sechs Jahre alt, nach oben gibt es keine Altersgrenze. Rund 60 Prozent der Beiträge stammen aus der näheren Region, unter anderem aus dem Raum Worms, darüber hinaus wurden Werke aus anderen Teilen Deutschlands und sogar aus dem Ausland eingereicht.
Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag, 11. Januar, um 14 Uhr. Bis Mitte März kann die Ausstellung kostenlos im Storchenschulhaus besucht werden. Ergänzend zur Ausstellung werden regelmäßig Führungen, auch speziell für Kinder, angeboten.
Zur Eröffnung sorgen Sonja Wehrland und Jörg Kunzer für die musikalische Begleitung. Zudem ist an diesem Nachmittag auch das Tagelöhnerhaus in der Uhlandstraße 4 von 15 bis 17 Uhr geöffnet, das einen Einblick in die Lebensverhältnisse der rheinhessischen Bevölkerung vom 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert gibt.
Text: MM/Redaktion Die Knipser





























