Bombendrohung gegen Synagoge in Speyer: Polizei ermittelt nach Fund von Drohschreiben

Ein Drohschreiben mit einer unbekannten weißen Substanz hat am Freitag, 16. Oktober 2026, einen Polizeieinsatz an der Synagoge in Speyer ausgelöst. In dem Schreiben wurde unter anderem mit einer Sprengung des jüdischen Gotteshauses gedroht. Die Polizei sperrte den Bereich vorübergehend ab und leitete Ermittlungen ein. Untersuchungen ergaben inzwischen, dass von der gefundenen Substanz keine Gefahr ausging.
Der Vorfall sorgte auch auf Landesebene für deutliche Reaktionen. Ministerpräsident Gordon Schnieder verurteilte die Drohung in einer Mitteilung vom 17. Oktober scharf und sicherte der jüdischen Gemeinschaft in Rheinland-Pfalz die volle Unterstützung der Landesregierung zu.
Ministerpräsident verurteilt Einschüchterungsversuch
„Der Vorfall an der Synagoge in Speyer erschüttert mich. Wer eine jüdische Gemeinde mit Hassbotschaften und Einschüchterungsversuchen bedroht, greift jüdisches Leben in unserem ganzen Land an“, erklärte Schnieder.
Der Ministerpräsident betonte, dass Jüdinnen und Juden in Rheinland-Pfalz ihren Glauben sicher und ohne Angst ausüben können müssten. Antisemitismus habe im Land keinen Platz.
Die Beauftragte der Landesregierung für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen, Monika Fuhr, nahm nach dem Vorfall Kontakt mit dem Vorsitzenden des jüdischen Landesverbandes, Avadislav Avadiev, auf. Auch Schnieder selbst führte nach eigenen Angaben ein persönliches Gespräch und sicherte der jüdischen Gemeinschaft Solidarität und Unterstützung zu.
Weiße Substanz stellt keine Gefahr dar
Nach Angaben der Staatskanzlei war das Drohschreiben am Freitagvormittag an der Synagoge entdeckt worden. Da sich darin eine zunächst unbekannte weiße pulverförmige Substanz befand, sperrte die Polizei den betroffenen Bereich vorsorglich ab.
Die anschließende Untersuchung ergab, dass die Substanz ungefährlich war. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Drohung und den Verantwortlichen dauern nach dem Stand der Mitteilung vom 17. Oktober an.
Ministerpräsident Schnieder forderte eine konsequente Aufklärung des Vorfalls. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden und hätten mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.
Text: ML/ Redaktion die Knipser · Quelle: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
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