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„Die Frau, die gegen Türen rannte“: Theaterabend in Worms macht häusliche Gewalt sichtbar

„Die Frau, die gegen Türen rannte“: Theaterabend in Worms macht häusliche Gewalt sichtbar
Mit dem Schauspiel „Die Frau, die gegen Türen rannte“ macht das Wormser Netzwerk der Gewaltschutzeinrichtungen auf häusliche Gewalt und deren Folgen aufmerksam. Die kostenlose Aufführung findet am 23. November 2026 im Wormser Theater statt. Foto: Frank Trompetter

Häusliche Gewalt, Abhängigkeit und der schwierige Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben stehen im Mittelpunkt eines besonderen Theaterabends in Worms. Am Montag, 23. November 2026, um 19 Uhr wird im Wormser Theater das Schauspiel „Die Frau, die gegen Türen rannte“ aufgeführt. Die Veranstaltung wird vom Wormser Netzwerk der Gewaltschutzeinrichtungen organisiert und findet anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November statt. Der Eintritt ist frei.

Theaterstück erzählt von Gewalt und Selbstbestimmung

Das Schauspiel basiert auf dem gleichnamigen Roman des irischen Schriftstellers Roddy Doyle und erzählt die Geschichte von Paula Spencer. Über viele Jahre erlebt sie häusliche Gewalt und deren Folgen. Gleichzeitig versucht sie, sich aus ihrer Abhängigkeit zu lösen und die Kontrolle über ihr eigenes Leben zurückzugewinnen.

Schauspielerin Lisa Bihl verkörpert die Hauptfigur in einem Monolog. Die Inszenierung stammt von Regisseur Thomas Ulrich, der den Stoff gemeinsam mit „Die Komplizen* – Freies Schauspiel“ auf die Bühne gebracht hat.

Im Mittelpunkt steht das persönliche Schicksal einer Frau. Damit soll das Stück einen Zugang zu einem Thema ermöglichen, das häufig im Verborgenen bleibt und in der öffentlichen Wahrnehmung oftmals auf Statistiken reduziert wird.

Aufmerksamkeit für Gewalt gegen Frauen und Mädchen

Der Theaterabend findet zwei Tage vor dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen statt. Dieser wird jährlich am 25. November begangen und soll auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie auf bestehende Hilfsangebote aufmerksam machen.

Das Wormser Netzwerk der Gewaltschutzeinrichtungen setzt sich ganzjährig für Menschen ein, die von häuslicher oder sexualisierter Gewalt betroffen sind. Auch Kinder und Jugendliche, die Gewalt selbst erleben oder innerhalb ihrer Familie miterleben, erhalten Unterstützung.

Zum Netzwerk gehören das Frauenhaus Worms und die Frauenberatungsstelle des Deutschen Roten Kreuzes, der Warbede Frauennotruf als Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt, der Kinderschutzdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes sowie die Gleichstellungsstelle der Stadt Worms.

Melanie Schiedhelm, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Worms, betont die Bedeutung der persönlichen Lebensgeschichten hinter den statistischen Zahlen. Mit der Veranstaltung wolle das Netzwerk Gewalt sichtbarer machen, die Prävention stärken und auf bestehende Unterstützungsmöglichkeiten hinweisen.

Gespräche und Informationen nach der Aufführung

Eröffnet wird der Theaterabend mit einem Grußwort von Oberbürgermeister Adolf Kessel. Er unterstreicht die Verantwortung der Kommune, Betroffenen verlässliche Hilfsangebote zur Verfügung zu stellen und Gewalt nicht als private Angelegenheit zu betrachten.

Im Anschluss an die Vorstellung lädt das Netzwerk zu einem gemeinsamen Austausch ein. Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Einrichtungen stehen für Gespräche bereit und informieren über ihre Arbeit sowie die Hilfsangebote in Worms.

Die Aufführung beginnt am Montag, 23. November 2026, um 19 Uhr im Wormser Theater. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es bei der Gleichstellungsstelle der Stadt Worms unter der Telefonnummer 06241 853-7401 oder per E-Mail an gleichstellungsstelle@worms.de.

Text: LC/Redaktion Die Knipser · Quelle: Stadtverwaltung Worms

Foto: Wormser Netzwerk der Gewaltschutzeinrichtungen