„Die Hunnenkönigin“: Internationale Neuinterpretation der Nibelungensage bei den Festspielen Worms 2026

Vorstellung der Nibelungen-Festspiele 2026 in Worms: Ensemble und Verantwortliche präsentierten das neue Stück „Die Hunnenkönigin“.
Die Nibelungen-Festspiele Worms setzen im Sommer 2026 auf eine international geprägte Neuinterpretation des Sagenstoffs. Mit dem Stück „DIE HUNNENKÖNIGIN“ von Oliver Lansley wird vom 17. Juli bis 2. August vor dem Wormser Dom eine Mischung aus Schauspiel, Musik, Tanz und modernen Theaterformen uraufgeführt.
Im Zentrum der Handlung steht Kriemhild, gespielt von Maria Drăguș, sowie der Hunnenkönig Etzel, dargestellt von Aram Tafreshian. Ihre Beziehung bildet den dramaturgischen Kern eines Stücks über Macht, Liebe und Rache.
Für die musikalische Ebene sorgt die international bekannte Singer-Songwriterin Alice Merton gemeinsam mit dem Komponisten Alexander Wolfe. Beide treten während der Aufführungen live auf und begleiten das Geschehen auf der Bühne.
Internationales Ensemble und neue Regiehandschrift
Entstanden ist die Produktion in Zusammenarbeit mit der Londoner Theatercompagnie Les Enfants Terribles. Deren Regisseure James Seager und Oliver Lansley stehen für eine Mischung aus Schauspiel, Musik, Zirkuselementen und Puppenspiel.
Intendant Nico Hofmann betont die internationale Ausrichtung:
„Durch die Kooperation mit der Londoner Theatercomapagnie LES ENFANTS TERRIBLES wird unser Blick auf den Nibelungenstoff noch einmal internationaler.“
Künstlerischer Leiter Thomas Laue hebt besonders die Figur Kriemhild hervor, die im Zentrum der neuen Inszenierung steht und erstmals ausführlicher erzählt wird. Verkörpert wird sie von Maria Drăguș, die damit ihr Bühnendebüt in Worms gibt.
Zum Ensemble gehören außerdem Jeanette Hain als Ute, Heiko Raulin als Hagen, Vinzenz Wagner als Siegfried sowie weitere internationale Schauspiel- und Tanzkräfte.
Musik, Mythos und moderne Theaterformen
Die Produktion versteht sich als Genre-Mix aus Schauspiel, Musik und performativen Elementen. Regisseur Oliver Lansley beschreibt den Ansatz als bewusst vielschichtig:
„Unsere Stücke vereinen viele verschiedene Elemente – Text, Live-Musik, Puppenspiel und Bewegung.“
Auch politische und gesellschaftliche Fragen spielen eine Rolle. Kulturministerin Katharina Binz betont die Relevanz der Festspiele als Ort der Auseinandersetzung mit aktuellen Themen wie Macht und Verantwortung.
Mit „Die Hunnenkönigin“ setzen die Nibelungen-Festspiele 2026 auf eine moderne, internationale und musikalisch geprägte Neuinterpretation des Mythos – direkt vor der Kulisse des Wormser Doms.
Text: LC · Quelle: Nibelungenfestspiele gGmbH
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Fotos: Mirco Metzler
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