Zwei Kitas in Saulheim erhalten Solaranlagen – rund 19 Tonnen CO₂-Einsparung jährlich

Die Kindertagesstätten Rappelkiste und Haus Mühlbachaue in Saulheim produzieren künftig einen Teil ihres benötigten Stroms selbst. Der Energie- und Servicebetrieb Wörrstadt (ESW) hat beide Einrichtungen mit Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern ausgestattet. Insgesamt wurden 134 Solarmodule installiert. Nach Angaben des ESW können dadurch jährlich rund 19,3 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.
Wie die Verbandsgemeinde Wörrstadt am 29. Oktober 2026 mitteilte, verfügt die Kita Rappelkiste nun über 64 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 29,7 Kilowattpeak (kWp). Auf dem Dach der Kita Haus Mühlbachaue wurden 70 Module mit einer Leistung von 31,74 kWp installiert. Beide Einrichtungen erhielten zusätzlich jeweils einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 9,5 Kilowattstunden.
Solarstrom für den täglichen Kita-Betrieb
Der erzeugte Strom soll hauptsächlich direkt in den Kindertagesstätten verbraucht werden. Dazu gehören unter anderem die Essenszubereitung, Warmwasserbereitung, Beleuchtung, Lüftung und technische Komponenten der Heizungsanlagen.
Markus Conrad, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wörrstadt und Verwaltungsratsvorsitzender des ESW, erklärte, dass beide Einrichtungen bereits seit längerer Zeit für die Installation von Photovoltaikanlagen vorgesehen waren.
Da Kindertagesstätten insbesondere tagsüber einen hohen Strombedarf haben, können sie einen großen Teil des erzeugten Solarstroms unmittelbar selbst nutzen. Dies macht die Anlagen nach Einschätzung des ESW auch wirtschaftlich sinnvoll.
Durch den Einsatz der Solaranlagen sollen in der Kita Rappelkiste jährlich rund 9,6 Tonnen CO₂ eingespart werden. Für die Kita Haus Mühlbachaue wird eine jährliche Einsparung von etwa 9,68 Tonnen erwartet.
Rund 84.000 Euro investiert
Die Kosten für die beiden Photovoltaikanlagen belaufen sich auf jeweils rund 42.000 Euro. Insgesamt wurden damit etwa 84.000 Euro in die nachhaltige Energieversorgung der beiden Kindertagesstätten investiert.
Für den Betrieb und die technische Überwachung der Anlagen ist der Energie- und Servicebetrieb Wörrstadt verantwortlich. Mit der Umsetzung wurde die EnergieDienstleistungsGesellschaft Rheinhessen-Nahe mbH (EDG) aus Nieder-Olm beauftragt.
Weitere Solaranlagen bis Ende 2026 geplant
Mit den beiden Anlagen in Saulheim ist der Ausbau erneuerbarer Energien auf kommunalen Gebäuden in der Verbandsgemeinde Wörrstadt noch nicht abgeschlossen.
Wie ESW-Vorstand David Schott mitteilte, sollen bis Ende 2026 zwei weitere Photovoltaikanlagen fertiggestellt werden. Geplant sind entsprechende Installationen auf der Mehrzweckhalle in Udenheim sowie auf dem Technischen Rathaus der Verbandsgemeindeverwaltung in Wörrstadt.
Der Energie- und Servicebetrieb Wörrstadt besteht seit 2012 als Anstalt des öffentlichen Rechts. Träger sind die Verbandsgemeinde Wörrstadt, die Stadt Wörrstadt sowie sämtliche Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde.
Mit dem Ausbau der Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden sollen langfristig Energiekosten reduziert, erneuerbare Energien stärker genutzt und der CO₂-Ausstoß verringert werden.
Text: ML/ Redaktion die Knipser · Quelle: VG Wörrstadt
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Fotos: VG Wörrstadt
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