Erstes Elektro-Müllfahrzeug der ebwo geht in Worms an den Start

Die Entsorgungs- und Baubetrieb Anstalt des öffentlichen Rechts (ebwo AöR) setzt bei ihrem Fuhrpark erstmals auf einen vollelektrischen Antrieb. Das erste rein elektrisch betriebene Abfallsammelfahrzeug hat inzwischen den Regelbetrieb aufgenommen. Rund 644.000 Euro wurden in das neue Fahrzeug investiert.
Besonders im Stop-and-Go-Betrieb sinnvoll
Abfallsammelfahrzeuge legen im täglichen Einsatz zwar keine großen Strecken zurück, sind dabei aber über viele Stunden unterwegs. Durch die zahlreichen Stopps und das häufige Anfahren spielt der elektrische Antrieb seine Vorteile aus. Im Betrieb entstehen keine lokalen CO₂-, Stickoxid- oder Feinstaubemissionen.
„Kommunen haben eine wichtige Vorbildfunktion, wenn es darum geht, neue und nachhaltige Technologien im Alltag sichtbar zu machen. Mit dem ersten vollelektrischen Abfallsammelfahrzeug zeigt Worms, dass Elektromobilität auch in anspruchsvollen kommunalen Aufgaben erfolgreich eingesetzt werden kann. Wir gehen damit einen weiteren konsequenten Schritt auf dem Weg zu einer klimafreundlichen und zukunftsfähigen Stadt“, betont Stephanie Lohr, Bürgermeisterin und Verwaltungsratsvorsitzende der ebwo AöR.
Das Fahrzeug ist zugleich die bislang größte Einzelinvestition der ebwo in eine emissionsfreie Antriebstechnologie. Zwar liegen die Anschaffungskosten über denen eines vergleichbaren Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor. Über die gesamte Nutzungsdauer soll sich der Einsatz jedoch auch wirtschaftlich rechnen. Dazu tragen unter anderem geringere Treibstoff- und Wartungskosten sowie Erlöse aus der Treibhausgasminderungsquote (THG) bei.
Weniger Lärm, bessere Arbeitsbedingungen
Neben den Umweltaspekten soll das Elektrofahrzeug auch den Arbeitsalltag der Beschäftigten erleichtern. Der leisere Betrieb reduziert die Lärmbelastung und sorgt zugleich für weniger Immissionen im Stadtgebiet.
„Die Einführung unseres ersten Elektro-Sammelfahrzeugs ist ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Mobilität. Wir investieren damit nicht nur in moderne Technik, sondern auch in bessere Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden und mehr Lebensqualität durch weniger Immissionen für die Menschen in Worms“, erklärt Hans Gugumus.
Auch der Fahrer des neuen Fahrzeugs war nach eigenen Angaben zunächst skeptisch gegenüber der Elektromobilität. „Ich war nicht überzeugt von E-Mobilität und war gegenüber dem Fahrzeug zunächst skeptisch. Nach den ersten Wochen der Nutzung möchte ich es allerdings nicht mehr hergeben.“ erzählt der Fahrer des Fahrzeuges.
Ladeinfrastruktur wird ausgebaut
Mit dem neuen Fahrzeug sammelt die ebwo zugleich Erfahrungen für die weitere Elektrifizierung ihres Fuhrparks. Dafür müssen auch die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Geplant beziehungsweise umgesetzt werden unter anderem eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur und ein intelligentes Lastmanagement. Dieses soll dafür sorgen, dass der benötigte Strom effizient und möglichst netzschonend genutzt wird.
Die Erfahrungen aus dem ersten vollelektrischen Abfallsammelfahrzeug sollen in künftige Beschaffungs- und Investitionsentscheidungen der ebwo einfließen. Damit wird die Elektrifizierung des Fuhrparks zunächst erprobt und zugleich die Grundlage für weitere Schritte geschaffen.
Die ebwo AöR ist neben der Abfallwirtschaft unter anderem für Straßenreinigung und Abwasserentsorgung zuständig. Zum Aufgabenspektrum gehören außerdem Grünpflege, Straßenmarkierung und Straßenunterhaltung, die Stadtgärtnerei sowie der Veranstaltungsservice. Die Stadt Worms ist weiterhin Träger der Anstalt des öffentlichen Rechts, die seit ihrer Umwandlung im Jahr 2020 rechtlich selbstständig ist.
Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Entsorgungs- und Baubetrieb Worms AöR
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