Fünf Gemeinden, eine Kirche: „In den Weinbergen“ startet gemeinsam

Dekanin Jutta Herbert dankte insbesondere den Ehrenamtlichen für ihr Engagement (Foto 1). Pfarrerin Almut Kunzmann vom Verkündigungsteam der neuen Gemeinde (Foto 2).
Mit einem festlichen Gottesdienst ist am Pfingstsonntag die „Evangelische Gesamtkirchengemeinde in den Weinbergen Worms“ offiziell gegründet worden. In der evangelischen Kirche Pfeddersheim kamen Gemeindemitglieder aus Herrnsheim, Hochheim, Leiselheim, Pfeddersheim und Pfiffligheim zusammen, um den Beginn eines neuen gemeinsamen Weges zu feiern.
Gemeinsam Kirche gestalten
Die neue Gesamtkirchengemeinde entsteht im Rahmen des Reformprozesses „ekhn2030“ der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Angesichts sinkender Mitgliederzahlen, knapper werdender finanzieller Mittel und des Fachkräftemangels im Pfarrdienst wollen die fünf Gemeinden ihre Kräfte künftig bündeln und kirchliches Leben gemeinsam gestalten.
Dass dabei nicht der Verlust von Eigenständigkeit, sondern das Verbindende im Mittelpunkt stehen soll, wurde während des Gottesdienstes immer wieder deutlich. Gemeinsam Verantwortung tragen künftig Gemeindepädagoge Peter Kissel sowie die Pfarrerinnen und Pfarrer Matthias Faber, Yvonne Siegel-Körper, Almut Kunzmann und Thomas Ludwig. Als gemeinsames Verkündigungsteam begleiten sie die neue Gesamtkirchengemeinde in Seelsorge, Gottesdiensten und Gemeindearbeit.
Pfarrer Thomas Ludwig sprach davon, dass bereits in den vergangenen Jahren bei gemeinsamen Projekten deutlich geworden sei, wie viel Kraft aus enger Zusammenarbeit entstehen könne. Auch Pfarrerin Yvonne Siegel-Körper sieht in der neuen Struktur große Chancen: Mehr Menschen könnten sich einbringen und Kirche aktiv mitgestalten. Gemeindepädagoge Peter Kissel erlebt diese Entwicklung bereits bei der Arbeit mit Jugendlichen und Konfirmand:innen aus den verschiedenen Gemeinden.
Ein Name mit biblischer Symbolkraft
Der Name „In den Weinbergen“ verbindet die landschaftliche Prägung der beteiligten Orte mit einem zentralen biblischen Bild: dem Weinstock und den Reben. Damit steht der Name zugleich für Verwurzelung, Gemeinschaft und Wachstum.
Auch optisch präsentiert sich die neue Gemeinde mit einem gemeinsamen Zeichen. Dieses wurde von Philip Schäfer entworfen. Es verzichtet bewusst auf die Darstellung einzelner Kirchengebäude und stellt stattdessen die Verbindung der fünf Gemeinden in den Mittelpunkt.
Dank für Mut und Engagement
Dekanin Jutta Herbert betonte in ihrer Ansprache vor allem den Mut und die Bereitschaft zur Veränderung, die der Zusammenschluss der fünf Gemeinden erfordert habe. Ihr Dank galt deshalb nicht nur dem Verkündigungsteam und den Mitgliedern des Gesamtkirchenvorstands, sondern ausdrücklich auch den zahlreichen Ehrenamtlichen, die den Weg zur neuen Gesamtkirchengemeinde mitgestaltet haben. Vielerorts hätten Menschen ihr Engagement eingebracht und damit gezeigt, dass Kirche vom Mitwirken vieler lebe.
Begegnung und Gemeinschaft beim Gemeindefest
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde im Pfeddersheimer Gemeindehaus weitergefeiert. Bei Essen, Getränken sowie Spielangeboten kamen Gemeindemitglieder aus allen fünf Orten miteinander ins Gespräch. Die offene und herzliche Atmosphäre spiegelte wider, was die neue Gemeinde künftig prägen soll: ein stärkeres Miteinander, neue Begegnungen und das gemeinsame Gestalten kirchlichen Lebens über Gemeindegrenzen hinweg.
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Foto: Lea Merk
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