Geschlossen hinter Heiko Sippel: SPD nominiert Amtsinhaber für Landratswahl

Die SPD Alzey-Worms geht mit Amtsinhaber Heiko Sippel in die kommende Landratswahl. Bei einer Vollversammlung in der voll besetzten Alzeyer Stadthalle wählten die Mitglieder Sippel einstimmig zum Kandidaten. Damit folgten sie dem ebenfalls einstimmigen Vorschlag des Vorstands des SPD-Unterbezirks Alzey-Worms.
Für die Sozialdemokraten soll im bevorstehenden Wahlkampf vor allem die Arbeit im Landkreis im Mittelpunkt stehen. Der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks, Christian Wertke, verwies dabei auch auf die derzeit schwierige bundespolitische Situation seiner Partei.
„Wir wissen sehr genau, dass die SPD derzeit bundesweit in schwierigem Fahrwasser unterwegs ist. Aber eine Landratswahl ist keine Bundestagswahl. Hier geht es um unseren Landkreis, um die Menschen, die hier leben, und um die Frage, wem sie zutrauen, Verantwortung für Alzey-Worms zu übernehmen“, erklärte Wertke.
SPD will kommunale Themen in den Mittelpunkt stellen
Nach Darstellung des Unterbezirks habe Sippel während seiner bisherigen Amtszeit Erfahrung in der Führung des Landkreises gesammelt und kenne die Städte und Gemeinden. Die SPD wolle deshalb im Wahlkampf insbesondere seine bisherige Arbeit und kommunalpolitische Themen hervorheben.
„Wir werden uns im Wahlkampf nicht hinter bundespolitischen Diskussionen verstecken“, kündigte Wertke an. Entscheidend sei aus Sicht der Partei, welche konkreten Ergebnisse vor Ort erzielt würden.
Gleichzeitig will sich die SPD nach eigenen Angaben auch mit Kritik an der Partei auseinandersetzen. Gerade angesichts eines unter Druck stehenden Vertrauens in Politik und Parteien müsse man stärker zuhören, erklärte Wertke. „Kritik darf man nicht wegreden. Man muss sie ernst nehmen und daraus Konsequenzen ziehen.“
Das einstimmige Ergebnis der Vollversammlung wertet der Unterbezirk daher nicht nur als Personalentscheidung, sondern auch als Auftrag für den bevorstehenden Wahlkampf.
Sippel nennt Krisen und Investitionen seiner bisherigen Amtszeit
Sippel selbst bedankte sich bei den Mitgliedern für das einstimmige Votum und blickte auf seine bisherige Amtszeit zurück. Dabei verwies er auf mehrere Krisen und Herausforderungen, mit denen sich der Landkreis beschäftigen musste.
Dazu zählte er die Corona-Pandemie, Tierseuchen, eine zeitweise drohende Gasmangellage, die Unterbringung mehrerer Tausend Geflüchteter sowie die Krisenvorsorge.
Gleichzeitig führte Sippel eine Reihe von Entscheidungen und Projekten an, die aus seiner Sicht für die Entwicklung des Landkreises von Bedeutung waren. Dazu gehören der Erhalt des Kreiskrankenhauses, der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und der Beschluss für eine neue Integrierte Gesamtschule in Alzey.
Auch Investitionen in Millionenhöhe in Bildung und Betreuung sowie die Umsetzung von Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepten nannte Sippel als Schwerpunkte seiner bisherigen Amtszeit.
„Viele weitere Aufgaben zur Gestaltung kommen hinzu. Ich würde gerne auch in Zukunft mit voller Kraft und Leidenschaft daran mitwirken, die Erfolgsgeschichte des Kreises weiterzuschreiben“, sagte Sippel.
Illing hebt Zusammenarbeit mit dem Land hervor
Unterstützung für Sippels erneute Kandidatur kam bei der Vollversammlung auch vom Landtagsabgeordneten Heiner Illing. Dieser hob insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Land hervor.
„Ich schätze Heiko Sippel als Landrat vor allem für seine verlässliche und unkomplizierte Art“, erklärte Illing. In der gemeinsamen Arbeit erlebe er immer wieder, welche Bedeutung Sippel den Menschen und der Entwicklung des Landkreises beimesse.
Illing bezeichnete das Zusammenspiel zwischen Landkreis und Landtagswahlkreis als Gewinn für die Region. Er freue sich deshalb über die erneute Nominierung.
Steffen Jung betont Zusammenarbeit zwischen Kreis und Stadt
Auch der Alzeyer Stadtbürgermeister und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Alzey, Steffen Jung, sprach sich für Sippel aus. Er stellte vor allem die Zusammenarbeit zwischen Landkreis, Städten und Gemeinden heraus.
„Heiko Sippel kennt unseren Landkreis und weiß, dass gute Politik nur im engen Zusammenspiel von Landkreis, Städten und Gemeinden funktioniert“, sagte Jung. Er erlebe Sippel seit vielen Jahren als verlässlichen Ansprechpartner, der auch bei schwierigen Entscheidungen ansprechbar sei.
Mit dem einstimmigen Votum ist die Kandidatenfrage bei der SPD Alzey-Worms damit entschieden. Der Unterbezirk will geschlossen mit dem amtierenden Landrat in den Wahlkampf gehen. Das erklärte Ziel der Partei ist die Wiederwahl Sippels.
Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: SPD Alzey-Worms
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