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Große Chance für kleine Kita: St. Laurentius aus Gundheim steht im Finale des Deutschen Kita-Preises

Große Chance für kleine Kita: St. Laurentius aus Gundheim steht im Finale des Deutschen Kita-Preises
Große Freude in Gundheim: Die Katholische Kita St. Laurentius steht im Finale des Deutschen Kita-Preises 2026. Besonders ihr Engagement für Kinderrechte, Mitbestimmung und eine demokratische Gemeinschaft konnte im bisherigen Auswahlverfahren überzeugen. Am 26. November fällt bei der Preisverleihung in Berlin die Entscheidung. Foto: Mirco Metzler/Die Knipser

Große Freude in Gundheim: Die Katholische Kita St. Laurentius gehört zu den Finalisten des Deutschen Kita-Preises 2026. Damit hat sich die Einrichtung aus dem Landkreis Alzey-Worms gegen eine große bundesweite Konkurrenz durchgesetzt. Ende November reist eine Delegation der Kita zur feierlichen Preisverleihung nach Berlin.

Am 26. November 2026 entscheidet sich dort, welche Einrichtungen beim Deutschen Kita-Preis ausgezeichnet werden. Vergeben wird der Preis vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung.

Für die Gundheimer Kita ist bereits der Einzug ins Finale eine besondere Anerkennung ihrer pädagogischen Arbeit. Im bisherigen Auswahlverfahren konnte die Einrichtung insbesondere mit ihrem Engagement für Kinderrechte, Beteiligung, demokratisches Miteinander und Kinderschutz überzeugen.

Kinder gestalten ihre Gemeinde mit

Dabei beschränkt sich die Beteiligung der Kinder nicht auf den Alltag innerhalb der Kita. Die Einrichtung versucht, den Mädchen und Jungen frühzeitig zu vermitteln, dass ihre Meinung zählt und sie ihr eigenes Umfeld aktiv mitgestalten können.

So wurde unter anderem ein großes Kinderrechtefest mitten in Gundheim organisiert. Darüber hinaus produzierten die Kinder einen eigenen Film über ihre Gemeinde. Darin beschäftigten sie sich damit, was ihnen in Gundheim gefällt, aber auch damit, wo sie Verbesserungsmöglichkeiten sehen.

Ihre Wünsche und Ideen brachten die Kinder anschließend gegenüber dem Bürgermeister zur Sprache. Gemeinsam wurde nach konkreten Lösungen gesucht. Ein Thema waren beispielsweise fehlende Toiletten auf einem Spielplatz. Damit wurde aus der pädagogischen Beschäftigung mit Mitbestimmung ein ganz praktisches Projekt vor der eigenen Haustür.

Experten nehmen Kita-Alltag unter die Lupe

Mit dem Erreichen des Finales ist das Auswahlverfahren allerdings noch nicht abgeschlossen. Im Sommer besuchen zwei Fachleute die Katholische Kita St. Laurentius persönlich.

Während ihres Aufenthalts soll der tatsächliche Kita-Alltag betrachtet werden. Neben Beobachtungen in der Einrichtung sind Gespräche mit der Kita-Leitung, den pädagogischen Fachkräften, dem Träger sowie Eltern und Kindern vorgesehen.

Aus den dabei gewonnenen Eindrücken entstehen Berichte, die anschließend in die Bewertung der Fachjury einfließen. Erst danach fällt die endgültige Entscheidung darüber, welche Einrichtungen die vorderen Plätze erreichen.

Bis zu 25.000 Euro Preisgeld

Spannend wird es für das Gundheimer Team schließlich am 26. November in Berlin. Bei der Preisverleihung werden jeweils drei Gewinner in den Kategorien „Kita des Jahres“ und „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ ausgezeichnet.

Für den ersten Platz sind 25.000 Euro vorgesehen. Die Zweitplatzierten erhalten 15.000 Euro, für Platz drei gibt es 10.000 Euro. Auch die übrigen Finalisten gehen nicht leer aus und erhalten jeweils einen Anerkennungspreis in Höhe von 1.000 Euro.

Insgesamt ist der Deutsche Kita-Preis mit 110.000 Euro dotiert. Hinzu kommen weitere Sonderauszeichnungen. Durch die Preisverleihung führt Barbara Schöneberger. Neben rund 160 Gästen vor Ort kann die Veranstaltung auch per Livestream verfolgt werden. Fünf Vertreterinnen und Vertreter des Gundheimer Kita-Teams können die Entscheidung direkt in Berlin miterleben.

Für die Katholische Kita St. Laurentius beginnt damit eine spannende Zeit. Unabhängig davon, welcher Platz am Ende erreicht wird, sorgt bereits die Finalteilnahme dafür, dass die pädagogische Arbeit aus der kleinen rheinhessischen Gemeinde bundesweit Aufmerksamkeit erhält.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser