Grüne fordern Nachtverbot für Mähroboter zum Schutz von Igeln in Worms

Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Worms setzt sich für ein nächtliches Betriebsverbot von Mährobotern ein. Mit einem entsprechenden Prüfantrag wollen sie erreichen, dass die Stadt klärt, ob ein solches Verbot zum Schutz von Igeln und anderen Kleintieren rechtssicher umgesetzt werden kann.
Der Antrag wurde in der jüngsten Stadtratssitzung in den Umwelt- und Agrarausschuss verwiesen.
Die Grünen verweisen darauf, dass insbesondere nachtaktive Tiere wie Igel durch die Geräte gefährdet seien. „Igel sind nachtaktiv und rollen sich bei Gefahr ein. Damit sind sie den Geräten schutzlos ausgeliefert“, erklärte Fraktionsvorsitzende Anna Biegler.
Nach Vorstellung der Fraktion soll die Nutzung von Mährobotern weiterhin tagsüber möglich bleiben, während ein Einsatz in den Nachtstunden eingeschränkt werden könnte. Der Eingriff sei gering, diene aber dem Schutz der Artenvielfalt.
Unterstützung für ähnliche Regelungen gebe es bereits von verschiedenen Natur- und Tierschutzverbänden sowie dem Deutschen Städtetag. Auch andere Städte, darunter Mainz, hätten bereits nächtliche Betriebsverbote für Mähroboter eingeführt.
Kritik üben die Grünen am Vorgehen der Stadtratsmehrheit aus SPD, CDU und der Wählergruppe „Worms will weiter“. Diese hatte keine direkte Zustimmung signalisiert und den Antrag zur weiteren Beratung in den Ausschuss verwiesen. Die Grünen sehen darin ein Zögern bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt, obwohl entsprechende Ziele im Koalitionsvertrag festgehalten seien.
Text: LC · Quelle: Bündnis 90, Die Grünen Worms
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