Hirsiger und Zulauf feiern Sensationssieg am Salzburgring

Was für eine Aufholjagd: Felix Hirsiger und Finn Zulauf haben beim ADAC GT Masters am Salzburgring einen spektakulären Sieg gefeiert. Das Lamborghini-Duo vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport setzte sich im zweiten Rennen des Wochenendes trotz eines Starts von Platz 13 durch und gewann mit 1,690 Sekunden Vorsprung vor dem österreichischen Razoon-Porsche von Leo Pichler und Colin Bönighausen. Rang drei ging an Jamie Day und Baudouin Detout im Aston Martin.
Für Hirsiger und Zulauf ist es bereits der vierte Saisonsieg – und zugleich ein wichtiger Schritt im Kampf um den Meistertitel. Vor dem großen Finale in Hockenheim liegen die beiden nur noch fünf Punkte hinter den Meisterschaftsführenden Tim Zimmermann und Leyton Fourie.
Dabei schien ein Sieg zunächst kaum möglich. Nach einem Verstoß gegen die Parc-Fermé-Regeln mussten Hirsiger und Zulauf von Startplatz 13 ins Rennen gehen. Doch bereits in der ersten Rennhälfte arbeitete sich Hirsiger bis in die Top fünf vor. Während unterschiedliche Boxenstopp-Strategien das Feld durcheinanderwirbelten, übernahm Zulauf den Lamborghini und machte kontinuierlich Boden auf den führenden Porsche gut.
Sekunde um Sekunde schmolz der Vorsprung von Leo Pichler. Nach dem zweiten Boxenstopp kam Hirsiger schließlich nur rund eine halbe Sekunde hinter dem Porsche von Bönighausen auf die Strecke zurück. Es folgte ein elf Runden langer Kampf um den Sieg – mit dem besseren Ende für den Lamborghini.
„Uns ist kein Stein, sondern ein Felsen vom Herzen gefallen. Das Ziel war, vor unseren Meisterschaftskonkurrenten zu bleiben, um nicht noch mehr Punkte zu verlieren. Wohl niemand hat damit gerechnet, dass wir dieses Rennen gewinnen. Jetzt heißt es ‚Gloves off‘ in Hockenheim – die Zurückhaltung ist vorbei!“, sagte Zulauf nach seinem vierten Saisonsieg.
Auch Hirsiger war nach einem schwierigen Wochenende erleichtert: „Endlich Payback! Jetzt haben wir hoffentlich alles an Problemen abgearbeitet. Das Auto war wirklich unglaublich, auch noch auf gebrauchten Reifen.“
Für Lokalmatador Leo Pichler und seinen Teamkollegen Colin Bönighausen blieb beim Heimspiel des österreichischen Teams Rang zwei. „Trotzdem sind wir glücklich mit dem Ergebnis und ich freue mich sehr über einen Podiumsplatz in Österreich“, bilanzierte Pichler.
Hinter den beiden Podiumsplätzen kämpfte sich das Aston-Martin-Duo Jamie Day und Baudouin Detout ebenfalls stark nach vorne. Nach einer frühen Strafe zwischenzeitlich aus den Top zehn gefallen, arbeiteten sich die beiden mit einer cleveren Reifenstrategie bis auf Rang drei zurück.
Die Meisterschaftsführenden Tim Zimmermann und Leyton Fourie belegten Rang vier und verteidigten damit ihre Spitzenposition. Dennoch ist der Titelkampf so eng wie selten: Nur fünf Punkte trennen die beiden BMW-Piloten von ihren Verfolgern Hirsiger/Zulauf.
Fourie sicherte sich mit dem Ergebnis zudem die Führung in der „Road-to-DTM“-Wertung.
Die Entscheidung fällt beim großen Finale des ADAC GT Masters vom 9. bis 11. Oktober auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg. Im Rahmen der DTM wird dort der Meisterschaftskampf endgültig entschieden.
Tickets für das Finale sind unter dtm.com ab 49 Euro erhältlich.
Text: ML/Redaktion Die Knipser · Quelle: ADAC e.V.
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Fotos: ADAC e.V.
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