Kreiskrankenhaus Alzey erhält Perspektive für alle beantragten Leistungsgruppen

Für das Kreiskrankenhaus Alzey zeichnet sich eine wichtige Perspektive für die Zukunft ab: In der aktuellen Planung des Landes Rheinland-Pfalz sind alle zehn Leistungsgruppen vorgesehen, die das Krankenhaus im Zuge der Krankenhausreform beantragt hat. Damit könnte der Standort sein bisher beantragtes medizinisches Leistungsspektrum grundsätzlich weiterführen.
Vorgesehen sind unter anderem die Allgemeine Innere Medizin und Allgemeine Chirurgie, die Endoprothetik von Hüfte und Knie, Wirbelsäuleneingriffe, Geriatrie und Palliativmedizin, Intensivmedizin sowie HNO und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.
Die Nachricht erreicht das Kreiskrankenhaus rund ein Jahr nach der Übernahme durch den Landkreis Alzey-Worms. Zu diesem Zeitpunkt war noch offen, welche konkreten Auswirkungen die Krankenhausreform auf den Standort haben würde.
„Diese Nachricht ist für uns ein ganz besonderer Moment. Nach den herausfordernden Monaten, ist die vorgesehene Berücksichtigung aller zehn beantragten Leistungsgruppen eine große Erleichterung und zugleich eine Bestätigung unseres Weges“, sagt Landrat Heiko Sippel: „Mit der Übernahme haben wir Verantwortung für das Krankenhaus und damit für die medizinische Versorgung der Menschen in unserer Region übernommen. Unser Ziel war von Anfang an, den Standort nicht nur zu erhalten, sondern ihm eine tragfähige Perspektive zu geben. Heute dürfen wir uns deshalb auch einfach einmal freuen.“
Medizinisches Angebot soll den Bedarf der Region abdecken
Welche Bedeutung das Kreiskrankenhaus für die regionale Versorgung hat, zeigen auch die Patientenzahlen. Rund zwei Drittel der stationär aufgenommenen Patientinnen und Patienten sind älter als 60 Jahre, mehr als die Hälfte ist über 70 Jahre alt.
Auch bei den regionalen Leistungsdaten nimmt das Krankenhaus eine wichtige Rolle ein. In der Inneren Medizin und Geriatrie liegt der Marktanteil im Umkreis von fünf Fahrminuten bei rund 60 Prozent, in der Allgemeinen Chirurgie bei rund 40 Prozent.
„Die demografische Entwicklung ist für uns längst klinischer Alltag“, sagt Dr. Jan-Peter Linke, Chefarzt der Inneren Medizin: „Viele unserer Patientinnen und Patienten sind älter und haben mehrere Erkrankungen. Umso wichtiger ist das gute Zusammenspiel von Innerer Medizin, Geriatrie, Chirurgie sowie bei Bedarf Intensiv- und Palliativmedizin. Dass diese Bereiche auch künftig am Standort vorgesehen sind, ist eine sehr gute Nachricht für unsere Patientinnen und Patienten.“
Krankenhaus hat sich auf neue Anforderungen vorbereitet
In den vergangenen Monaten hat sich das Kreiskrankenhaus auf die Anforderungen der Krankenhausreform vorbereitet. Dabei wurden die Voraussetzungen für die beantragten Leistungsgruppen geprüft, medizinische Strukturen weiterentwickelt und zusätzliche Fachärzte für den Standort gewonnen. Auch Gutachten flossen in die Vorbereitung ein.
„Hinter der aktuellen Planung steckt viel Arbeit“, betont Verwaltungsdirektor Frank Müller: „Wir haben sehr genau geprüft, welche Leistungen wir fachlich gut erbringen können und welche Versorgung die Menschen in unserer Region brauchen. Dass nun alle zehn Leistungsgruppen vorgesehen sind, gibt uns wichtige Planungssicherheit und Rückenwind für die weitere Entwicklung unseres Hauses.“
Weitere Schritte im Reformverfahren
Für Landrat Heiko Sippel ist die aktuelle Planung ein wichtiges Signal nach dem ersten Jahr in kommunaler Trägerschaft.
„Wir wussten bei der Übernahme, dass große Veränderungen auf die Krankenhäuser zukommen. Trotzdem haben wir uns bewusst dafür entschieden, Verantwortung zu übernehmen und nach vorne zu schauen. Dass der Standort nun mit seinem gesamten beantragten Leistungsspektrum vorgesehen ist, zeigt: Dieser Weg hat eine gute Perspektive. Das ist ein wichtiger Tag für unser Krankenhaus und für die medizinische Versorgung in unserem Landkreis.“
Die aktuelle Planung des Landes bildet die Grundlage für die weiteren Schritte im Verfahren der Krankenhausreform. Landkreis und Kreiskrankenhaus wollen die Entwicklung des Standorts und seiner medizinischen Strukturen weiter vorantreiben.
Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Kreisverwaltung Alzey-Worms
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