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Mehr als Stadtführungen: Wie die Tourist Information Worms den Tourismus der Zukunft gestaltet

Mehr als Stadtführungen: Wie die Tourist Information Worms den Tourismus der Zukunft gestaltet
Die Tourist Information Worms entwickelt neue Angebote, setzt verstärkt auf digitale Buchung und Social Media und arbeitet gemeinsam mit Partnern daran, den Tourismusstandort Worms zukunftsfähig aufzustellen. Foto: Stadt Worms

Stadtführungen, Tickets und Souvenirs sind nur ein Teil der Arbeit der Tourist Information Worms. Hinter den Kulissen werden neue Angebote entwickelt, Gästeführer ausgebildet, touristische Anbieter vernetzt und digitale Vertriebswege aufgebaut. Zur Mitte der Saison zeigt sich: Der Tourismus in Worms wird zunehmend digitaler und vielfältiger.

Rund 240 öffentliche Führungen bietet die Tourist Information durchschnittlich pro Jahr an. Mehr als 40 Gästeführer sind im Einsatz. Besonders beliebt ist die klassische Stadtführung mit Dom, „Heiligem Sand“ und Reformationsdenkmal. Auch das UNESCO-Welterbe SchUM und der Dom stehen bei Gästen hoch im Kurs.

Gleichzeitig entstehen neue Formate. Die Führung „Zeitreise durch die Altstadt“ entwickelte sich beispielsweise aus einem kostenlosen Angebot der Kampagne #wormsliebe. Statt reiner Jahreszahlen geht es um den Alltag früherer Wormser und darum, Geschichte an konkreten Orten erlebbar zu machen.

„Viele gute Ideen entstehen direkt aus der Praxis“, sagt Sandra Kirchner-Spies, Leiterin der Tourist Information. Im vergangenen Jahr wurden zudem gemeinsam mit der Volkshochschule 15 neue Gästeführer ausgebildet.

Digital buchbar und auf Instagram präsent

Seit April 2026 gibt es gemeinsam mit Regiondo einen digitalen Erlebnisshop. Dort können unter anderem Stadt- und Weinführungen, Weinproben, Konzerte und Outdoor-Angebote online gebucht werden. Die Angebote können außerdem über Plattformen wie rheinhessen.de, GetYourGuide oder Google Things to Do ausgespielt werden.

Auch in den sozialen Medien will die Tourist Information neue Zielgruppen erreichen. Der Instagram-Kanal „Touristik Worms“ hat inzwischen mehr als 9.000 Follower. Mit kurzen Videos werden kulinarische Angebote, Ausflugsziele, Winzer und zunehmend auch die Wormser Stadtteile vorgestellt.

Tourismus und Innenstadt gemeinsam denken

Auch die Innenstadtentwicklung spielt eine Rolle. Gemeinsam mit IHK, Stadtmarketing und der Stadt arbeitet die Tourist Information daran, Tourismus, Gastronomie, Kultur und Einzelhandel stärker miteinander zu verbinden. Ein Schwerpunkt ist dabei das Kulturprofil Nibelungen.

Parallel wird das ausgelaufene Tourismuskonzept „Worms 4.0“ fortgeschrieben. Bis Anfang September soll entschieden werden, welches Konzept den Zuschlag erhält. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Qualität und eine stärkere Zusammenarbeit in der Region.

Trotz Herausforderungen wie dem Niedrigwasser des Rheins und der angespannten wirtschaftlichen Lage gibt es positive Signale. Die Nibelungen-Festspiele sorgten für eine hohe Nachfrage, Unterkünfte waren gut ausgelastet und auch Gastronomiebetriebe profitierten.

Für die Tourist Information steht deshalb fest: Tourismus beginnt nicht erst mit der Ankunft der Gäste. Er entsteht bereits bei der Frage, wie Worms erlebbar, buchbar und zukunftsfähig wird.

Text: ML/Redaktion Die Knipser · Quelle: Stadt Worms