Wespe im Auto? Ruhe bewahren und erst sicher anhalten

Eine Wespe im Auto kann selbst erfahrene Autofahrer ordentlich erschrecken. Gerade im Sommer sind die Tiere wieder besonders aktiv und machen auch vor dem Fahrzeuginnenraum nicht Halt. Doch so unangenehm der ungebetene Fahrgast auch sein mag: Panik ist am Steuer die größte Gefahr.
Wer hektisch nach dem Insekt schlägt, plötzlich bremst oder das Lenkrad verreißt, riskiert einen Unfall. Die HUK-COBURG rät deshalb, die Situation möglichst ruhig zu bewältigen und sich erst dann um die Wespe zu kümmern, wenn das Fahrzeug sicher steht.
Langsam werden und sicher anhalten
Zunächst heißt es: Ruhe bewahren. Hektische Bewegungen können die Situation verschärfen. Auch Anpusten sollte vermieden werden, da der hohe Kohlendioxidgehalt der Atemluft für Wespen ein Alarmsignal sein kann.
Stattdessen sollten Autofahrer kontrolliert die Geschwindigkeit reduzieren, ausreichend Abstand halten und bei Bedarf den Warnblinker einschalten. Anschließend gilt es, möglichst einen sicheren Platz zum Anhalten zu finden – etwa einen Parkplatz, eine Ausfahrt oder, sofern gefahrlos möglich, einen geeigneten Seitenstreifen.
Erst wenn das Auto steht, sollten Fenster oder Türen geöffnet werden, damit das Insekt den Wagen verlassen kann.
„Sicherheit im Straßenverkehr geht vor. Eine Wespe im Auto ist unangenehm, bewahren Sie dennoch Ruhe und klären Sie die Situation erst, wenn das Fahrzeug steht“, erklärt Karl Kräußlich, Kfz-Versicherungsexperte der HUK-COBURG.
Was passiert bei einem Unfall?
Kommt es aufgrund einer Schreckreaktion tatsächlich zu einem Unfall, greift grundsätzlich die Kfz-Haftpflichtversicherung für Schäden, die anderen Verkehrsteilnehmern entstehen.
Für Schäden am eigenen Fahrzeug kommt in vielen Fällen die Vollkaskoversicherung auf.
Eine Wespe im Auto muss also nicht zwangsläufig im Chaos enden. Entscheidend ist, dass Autofahrer sich nicht von dem Insekt zu einer riskanten Reaktion verleiten lassen. Denn eine kurze Ablenkung ist unangenehm – ein Unfall kann dagegen weitreichende Folgen haben.
Text: ML/Redaktion Die Knipser · Quelle: HUK-COBURG
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