Metzler warnt vor höherer Schaumweinsteuer: „Weinbau nicht zusätzlich belasten“

Der rheinhessische Bundestagsabgeordnete Jan Metzler warnt vor einer möglichen Erhöhung der Schaumweinsteuer. Eine zusätzliche Belastung würde aus seiner Sicht eine Branche treffen, die bereits seit Jahren mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen hat. Besonders für Rheinhessen als größtes Weinanbaugebiet Deutschlands könnten die Auswirkungen spürbar sein – von den Winzerbetrieben über Sekterzeuger bis hin zu Gastronomie und Tourismus.
„Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands. Für viele Familienbetriebe ist die Sekterzeugung ein wichtiges wirtschaftliches Standbein. Zahlreiche Weingüter haben in den vergangenen Jahren gezielt in die handwerkliche Herstellung investiert. Eine Erhöhung der Schaumweinsteuer würde nicht nur einzelne Betriebe treffen, sondern eine gesamte regionale Wertschöpfungskette belasten“, erklärt Metzler.
Der Abgeordnete kritisiert insbesondere den Zeitpunkt einer möglichen Steuererhöhung. Die Branche kämpfe bereits mit steigenden Kosten, einem rückläufigen Konsum und starkem internationalen Wettbewerb. Zudem könnten viele Betriebe zusätzliche Belastungen nicht kurzfristig weitergeben, da Lieferverträge mit Handel und Gastronomie häufig langfristig vereinbart seien.
„Die Schaumweinsteuer wurde einst eingeführt, um die kaiserliche Kriegsflotte zu finanzieren. Mehr als 120 Jahre später ausgerechnet in der aktuellen Lage des Weinbaus über eine Erhöhung dieser historischen Sondersteuer zu diskutieren, ist das falsche Signal“, so Metzler.
Erst im März hatte Jan Metzler gemeinsam mit seinem Bundestagskollegen Philip Hoffmann den Parlamentskreis Weinkultur im Deutschen Bundestag gegründet. Ziel des Zusammenschlusses ist es, die Interessen der Weinwirtschaft stärker in die parlamentarische Arbeit einzubringen und den Austausch mit der Branche zu intensivieren.
„Wer den Weinbau stärken will, darf ihn nicht gleichzeitig durch zusätzliche Steuern schwächen. Unsere Winzer und Sekterzeuger brauchen Planungssicherheit, weniger Bürokratie und verlässliche wirtschaftliche Rahmenbedingungen“, betont Metzler.
Der Bundestagsabgeordnete kündigte an, die weiteren Beratungen zur Schaumweinsteuer eng zu begleiten und sich für die Anliegen der Wein- und Sektwirtschaft einzusetzen. „Als Abgeordneter des größten deutschen Weinanbaugebiets werde ich dafür werben, dass die Stimme unserer Winzer und Sekterzeuger in Berlin gehört wird.“
Text: ML/Redaktion Die Knipser · Quelle: Jan Metzler MdB
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