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Schwedische Schülerinnen und Schüler entdecken Rheinhessen und erleben deutschen Schulalltag

Schwedische Schülerinnen und Schüler entdecken Rheinhessen und erleben deutschen Schulalltag
Schweden zu Gast im Landkreis Alzey-Worms: Erster Kreisbeigeordneter Christoph Burkhard (3. v. r.) begrüßte die Schülerinnen und Schüler des Agneberg-Gymnasiums aus Uddevalla sowie die begleitenden Lehrerinnen im Kreishaus. Im Mittelpunkt des Austauschs standen unter anderem das deutsche Schulsystem, Klimaschutz, Recycling und die Besonderheiten der Region. Foto: Simone Stier / Kreisverwaltung Alzey-Worms Foto: Simone Stier / Kreisverwaltung Alzey-Worms

Neue Freundschaften, spannende Einblicke und jede Menge Rheinhessen: 11 Schülerinnen und Schüler des Agneberg-Gymnasiums im schwedischen Uddevalla sind derzeit gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Ina Rothert-Schnell und Anna Hjalmarsson zu Gast im Landkreis Alzey-Worms. Eine Woche lang lernen die Jugendlichen das Leben in Rheinhessen kennen, besuchen ihre Partnerschule und erhalten Einblicke in das deutsche Bildungssystem.

Der deutsch-schwedische Schüleraustausch zwischen dem Agneberg-Gymnasium und dem Gymnasium am Römerkastell in Alzey hat Tradition: Bereits seit 2003 finden regelmäßig gegenseitige Besuche statt. Neben dem gemeinsamen Unterricht stehen auch zahlreiche Ausflüge und Begegnungen auf dem Programm. Die Jugendlichen besuchen unter anderem die Gedenkstätte Osthofen, die Synagoge und den jüdischen Friedhof in Worms sowie die Städte Alzey und Mainz.

Einen besonderen Einblick in die Region erhielten die schwedischen Gäste bei ihrem Besuch im Kreishaus. Der Erste Kreisbeigeordnete Christoph Burkhard begrüßte die Schülerinnen und Schüler sowie die begleitenden Lehrkräfte aus Schweden und Alzey und stellte den Landkreis Alzey-Worms vor. Dabei ging es um die Größe und Struktur des Landkreises ebenso wie um die Aufgaben der Kreisverwaltung und der politischen Gremien.

Besonders interessiert zeigten sich die Jugendlichen an Themen, die ihren eigenen Alltag betreffen. Klimaschutz, Mülltrennung und Recycling boten dabei ebenso Gesprächsstoff wie das deutsche Pfandsystem. Beim Vergleich mit Schweden stellten die Schülerinnen und Schüler fest, dass es bei der Rückgabe und Wiederverwertung von Flaschen und Verpackungen durchaus Unterschiede gibt.

Auch die beruflichen Perspektiven in der Region sowie Landwirtschaft und Weinbau waren Thema des Austauschs. „Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands“, erläuterte Burkhard. Gleichzeitig verwies er auf die Bedeutung des Tourismus für die Region: „Die vielfältigen touristischen Angebote mit dem Ausbau von Rad- und Wanderwegen tragen dazu bei, die Attraktivität Rheinhessens weiter bekannt zu machen.“

Mit der Kreismusikschule und der Kreisvolkshochschule bietet der Landkreis darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten für musikalische Bildung und Weiterbildung – von Angeboten für Kinder und Jugendliche bis hin zu Kursen für Erwachsene.

Die schwedischen Schülerinnen und Schüler zeigten sich beeindruckt von den vielen Eindrücken und der Gastfreundschaft in Rheinhessen. Zum Abschluss der Besuchswoche steht unter anderem die Teilnahme an der Weinbergshäuschenwanderung in Alzey auf dem Programm.

Der Schüleraustausch zwischen Uddevalla und Alzey zeigt eindrucksvoll, wie lebendig europäische Verständigung sein kann. Gemeinsamer Unterricht, Ausflüge, Gespräche und persönliche Begegnungen schaffen Verständnis für andere Lebenswelten – und lassen aus einem Austausch oft Freundschaften entstehen, die über Grenzen hinweg Bestand haben.

Text: ML/Redaktion Die Knipser · Quelle: Kreisverwaltung Alzey-Worms