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Sicher mit dem Fahrrad durch Herbst und Winter – ADAC gibt wichtige Tipps

Sicher mit dem Fahrrad durch Herbst und Winter – ADAC gibt wichtige Tipps
Nasse Straßen, Laub und schlechte Sicht erhöhen im Herbst und Winter das Unfallrisiko für Radfahrer. Der ADAC empfiehlt eine funktionierende Beleuchtung, griffige Reifen und angepasste Geschwindigkeit. Foto: ADAC Mittelrhein

Mit den kürzer werdenden Tagen, sinkenden Temperaturen und wechselhaften Wetterbedingungen steigen im Herbst und Winter auch die Risiken für Radfahrer. Nasse Straßen, rutschiges Laub und schlechte Sicht können schnell zu gefährlichen Situationen führen. Der ADAC Mittelrhein erklärt deshalb, worauf Fahrrad- und E-Bike-Fahrer in der kalten Jahreszeit besonders achten sollten.

„Deshalb gilt: Speziell den Punkt Sicherheit im Blick behalten und mit guter Vorbereitung sicher ankommen“, erklärt Christian Schmidt, Verkehrsexperte des ADAC Mittelrhein.

Gute Beleuchtung sorgt für mehr Sicherheit

Besonders wichtig ist eine funktionierende Fahrradbeleuchtung. Vorgeschrieben sind eine weiße Frontleuchte und eine rote Rückleuchte sowie die entsprechenden Reflektoren. Auch an Pedalen und Rädern müssen geeignete Rückstrahler vorhanden sein.

Bei Dämmerung, Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen muss die Beleuchtung eingeschaltet sein. Der ADAC empfiehlt, Licht und Reflektoren regelmäßig zu kontrollieren.

Zusätzliche Sicherheit bieten reflektierende Kleidung, Warnwesten oder reflektierende Armbänder. Auch Fahrradhelme mit integriertem Rücklicht können die Sichtbarkeit verbessern. Seit 2024 sind zudem Blinker an Fahrrädern in Deutschland erlaubt. Sie können insbesondere bei Dunkelheit helfen, Abbiegeabsichten deutlicher zu erkennen.

Vorsicht bei nassem Laub und glatten Straßen

Nässe, Laub und niedrige Temperaturen können die Bodenhaftung der Reifen beeinträchtigen und den Bremsweg verlängern. Radfahrer sollten deshalb ihre Geschwindigkeit an die Straßenverhältnisse anpassen und besonders in Kurven vorsichtig fahren.

Wichtig sind außerdem gut eingestellte und regelmäßig gereinigte Bremsen. Auch der Zustand der Reifen spielt eine entscheidende Rolle. Der ADAC empfiehlt griffige Reifen mit ausreichender Profiltiefe. Für regelmäßige Fahrten bei winterlichen Bedingungen können spezielle Fahrrad-Winterreifen mit Lamellenprofil sinnvoll sein.

Ein leicht reduzierter Reifenluftdruck kann die Aufstandsfläche vergrößern und damit die Bodenhaftung verbessern. Dabei sollten jedoch die vom Hersteller vorgegebenen Druckgrenzen eingehalten werden.

E-Bike-Akkus vor Kälte schützen

Wer mit einem E-Bike unterwegs ist, sollte besonders auf den Akku achten. Bei niedrigen Temperaturen nimmt dessen Leistungsfähigkeit ab, wodurch sich die Reichweite verringern kann.

Der ADAC rät deshalb, herausnehmbare Akkus möglichst bei Raumtemperatur zu lagern und zu laden. Geeignete Orte sind beispielsweise die Wohnung oder ein ausreichend temperierter Raum.

Mehr als 30 Radservice-Stationen in Rheinland-Pfalz

Falls es unterwegs dennoch zu einer Panne kommt, stehen Radfahrern in Rheinland-Pfalz inzwischen mehr als 30 ADAC-Radservice-Stationen zur Verfügung.

Die öffentlich zugänglichen Stationen sind mit einer Luftpumpe, einer Fahrradaufhängung und verschiedenen Werkzeugen ausgestattet. Dazu gehören unter anderem Reifenheber, Schraubendreher, Rollgabelschlüssel und ein Inbus-Multitool.

Damit lassen sich kleinere Reparaturen wie das Beheben eines platten Reifens, das Nachziehen lockerer Schrauben oder das Einstellen des Fahrradsattels direkt vor Ort durchführen.

Über einen QR-Code an den Stationen können zudem kurze Anleitungsvideos aufgerufen werden. Eine Übersicht der Standorte gibt es unter www.radservice-station.de.

Fahrrad-Pannenhilfe wird häufiger genutzt

Die Nachfrage nach der Fahrrad-Pannenhilfe des ADAC ist zuletzt deutlich gestiegen. Im Jahr 2025 registrierte der Automobilclub bundesweit 19.455 Fahrrad-Pannenhilfen. Das entspricht einem Anstieg von rund 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Allein in Rheinland-Pfalz rückten die Pannenhelfer 896 Mal aus.

ADAC-Mitglieder können die Fahrrad-Pannenhilfe rund um die Uhr unter der Telefonnummer 089 20 20 4000 sowie über die ADAC-Pannenhilfe-App oder die entsprechende Web-App erreichen.

Text: ML/ Redaktion die Knipser · Quelle: ADAC Mittelrhein