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Spannendes Saisonfinale am Nürburgring: Premieren-Siege und Meisterschaftsentscheidungen

Spannendes Saisonfinale am Nürburgring: Premieren-Siege und Meisterschaftsentscheidungen
Beim Saisonfinale des ADAC Racing Weekend am Nürburgring sorgten spannende Rennen, knappe Entscheidungen und wechselhafte Streckenbedingungen für einen ereignisreichen Abschluss der Motorsportveranstaltung. Foto: ADAC e.V.

Beim Saisonfinale des ADAC Racing Weekend am Nürburgring haben sich die Motorsportfans am vergangenen Wochenende, 17. und 18. Oktober 2026, über spannende Rennen, knappe Entscheidungen und mehrere Premieren-Siege freuen können. Während Michael Golz in der Spezial Tourenwagen Trophy (STT) seinen ersten Erfolg feierte, sicherte sich Finn Niklas Wollnik im ADAC Tourenwagen Junior Cup ebenfalls seinen ersten Rennsieg. In der historischen Rennserie NK HARC 82-90 dominierte Alexander van der Lof mit drei Erfolgen.

Neben den sportlichen Entscheidungen sorgten wechselhafte Wetterbedingungen und eine großflächige Ölspur für zusätzliche Herausforderungen. Mehrere Wettbewerbe mussten deshalb abgesagt werden.

Michael Golz feiert ersten STT-Sieg

In der Spezial Tourenwagen Trophy standen beim Saisonfinale zwei Rennen auf dem Programm. Den ersten Lauf entschieden Jürgen Alzen und Timo Scheibner im BMW M4 GT3 für sich.

Das Duo hatte sich bereits im Qualifying die Pole Position gesichert und setzte sich nach dem Start an die Spitze. Auch nach dem obligatorischen Boxenstopp behaupteten Alzen und Scheibner ihre Führung. Michael Golz im Lamborghini Huracán GT3 Evo belegte den zweiten Platz vor Martin Zander im Audi R8 LMS Evo II.

Im zweiten Rennen sorgte die nasse Strecke für schwierige Bedingungen. Alzen und Scheibner kämpften zunächst mit Peter Terting im Porsche GT4 RS um die Führung, verloren durch einen Dreher jedoch wichtige Positionen.

Terting überquerte die Ziellinie zunächst als Erster, erhielt allerdings eine Zeitstrafe von 30 Sekunden, weil er beim Boxenstopp rückwärts gefahren war. Dadurch rückte Michael Golz auf den ersten Platz vor und feierte seinen ersten Sieg in der STT. Terting wurde Zweiter vor Alzen und Scheibner.

Den Meistertitel der Spezial Tourenwagen Trophy sicherte sich Roland Hertner im Hyundai i30 TCR. Er hatte über die gesamte Saison die meisten Punkte gesammelt.

STT plant für 2027 neue Wertungen

Bereits vor dem Saisonabschluss beschäftigten sich die Verantwortlichen der STT mit der Zukunft der Rennserie.

Promoter Rolf Krepschik möchte die Fahrzeugvielfalt künftig wieder stärker in den Mittelpunkt stellen. Die Serie, die 2026 ihr 40-jähriges Bestehen feiert, soll damit auch für Prototypen und Eigenbauten attraktiver werden.

Ab der Saison 2027 sollen die bisherigen Sonderklassen 1a und 2a eine eigenständige Wertung erhalten. Bislang sind sie Bestandteil der Divisionen 1 und 2.

Dabei bleibt das vorgeschriebene Mindestleistungsgewicht von 1,6 Kilogramm pro PS bestehen. Krepschik hofft unter anderem auf zusätzliche LMP3-Fahrzeuge. Mit Thomas Ambiel, der einen Duqueine D08 einsetzt, war bereits in diesem Jahr ein entsprechender Prototyp in der STT vertreten.

Entscheidung um den Junior-Cup-Titel fällt im Finale

Besonders knapp ging es im ADAC Tourenwagen Junior Cup zu. Im ersten Rennen übernahm Finn Niklas Wollnik zunächst die Führung, geriet jedoch schnell unter Druck von Moritz Groneck.

Nach einer Safety-Car-Phase gelang Groneck das entscheidende Überholmanöver. Er gewann vor Wollnik und Noah Beckmann.

Im zweiten Rennen entwickelte sich erneut ein enger Kampf um die Spitze. Nachdem sich Alex Mohr nach einem Duell mit Groneck gedreht hatte, lieferten sich Groneck und Wollnik einen intensiven Zweikampf um den Sieg.

Am Ende setzte sich Wollnik mit einem Vorsprung von lediglich 0,001 Sekunden durch und feierte damit seinen ersten Erfolg im ADAC Tourenwagen Junior Cup.

Groneck durfte sich trotz des knapp verpassten Rennsieges freuen: Mit Platz zwei sicherte er sich den Meistertitel. Linus Parbel komplettierte als Dritter das Podium.

Alexander van der Lof gewinnt alle drei Rennen

In der historischen Rennserie NK HARC 82-90 war Alexander van der Lof im BMW E30 M3 Group A nicht zu schlagen.

Bereits im ersten Lauf setzte er sich früh an die Spitze. Selbst ein Fahrfehler, durch den er zwischenzeitlich auf Rang vier zurückfiel, konnte seinen Sieg nicht verhindern. Rob de Laat im Opel Ascona B 1900 und Shirley van der Lof Buurman im BMW E30 325i Group A folgten auf den Plätzen zwei und drei.

Auch das zweite Rennen entschied van der Lof für sich. Diesmal belegten Shirley van der Lof Buurman und Niek Bouman die weiteren Podestplätze.

Im dritten Lauf mussten sich die Fahrer auf Regen einstellen. Van der Lof behauptete jedoch erneut die Führung und machte seinen dritten Sieg des Wochenendes perfekt. Bouman wurde Zweiter vor Yannick Rehorst im Mazda MX-5.

Historische Tourenwagen liefern spannende Duelle

Im Belcar Historic Cup standen ebenfalls zwei Rennen auf dem Programm.

Den ersten Lauf gewann Tim Kuijl im BMW E36 325i. Zunächst hatte sich Wim Kuijl im Ford Capri 3100 RS von der letzten Startreihe bis an die Spitze vorgearbeitet. Wenige Minuten vor Rennende musste er jedoch an die Box, wodurch Tim Kuijl die Führung übernahm.

Evertjan Alders wurde Zweiter, Luc Moortgat im Porsche 964 belegte Rang drei.

Im zweiten Rennen setzte sich Moortgat durch. Tim Kuijl erreichte den zweiten Platz vor Samuel Verheggen im Mercedes 190 2,5 16V Evo.

Gleichmäßigkeitsprüfungen mit mehreren Siegern

Neben den klassischen Rennen wurden beim ADAC Racing Weekend verschiedene Gleichmäßigkeitsprüfungen ausgetragen. Hier entscheidet nicht die schnellste Rundenzeit, sondern eine möglichst konstante Fahrweise.

In der VFV GLPpro gewann Raphael Zabel im Van Diemen RF82 die Wertung der Formel- und Sportwagen. Hans Limpert setzte sich im BMW E36 M3 bei den Tourenwagen 1 durch, während Stephan Schaade im Ford Escort RS2000 Cup die Wertung der Tourenwagen 2 gewann.

Schaade erzielte mit 89 Punkten zudem das beste Ergebnis aller GLPpro-Teilnehmer.

In der DMV Formel Vau war Kenneth Schlienz im Fuchs zweimal erfolgreich. Beim Tourenwagen & GT Revival sicherte sich Yannik Dinger im BMW E36 328i den Sieg in der einzigen ausgetragenen Prüfung.

Ölspur führt zu Rennabsagen

Eine großflächige Ölspur sorgte am Samstag für erhebliche Verzögerungen im Veranstaltungsablauf.

Die Beseitigung erforderte eine mehrstündige Unterbrechung und den Einsatz von Spezialfahrzeugen.

Aus diesem Grund konnte die zweite Gleichmäßigkeitsprüfung des Tourenwagen & GT Revival nicht stattfinden. Auch die beiden für Samstag vorgesehenen Rennen der Porsche Club Historic Challenge mussten abgesagt werden.

Trotz der Unterbrechungen bot das Saisonfinale am Nürburgring zahlreiche sportliche Entscheidungen und bildete den Abschluss des ADAC Racing Weekend 2026.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: ADAC e.V.

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Fotos: ADAC e.V.