SPD will Familien und pflegende Angehörige bei Windelabfällen entlasten

Die SPD-Fraktion im Wormser Stadtrat will Familien mit kleinen Kindern sowie pflegende Angehörige bei der Entsorgung von Windeln und Inkontinenzabfällen entlasten. Für die kommende Stadtratssitzung hat die Fraktion einen Prüfantrag eingebracht.
Die Verwaltung soll prüfen, wie ein kostenloses Zusatzvolumen für entsprechende Abfälle eingerichtet werden kann. Anspruch hätten Haushalte mit Kindern bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres sowie Haushalte mit pflegebedürftigen Personen, die eine ärztliche Bescheinigung über die Notwendigkeit von Inkontinenzprodukten vorlegen.
„Wer kleine Kinder betreut oder Angehörige pflegt, leistet jeden Tag Enormes für unsere Gesellschaft. Diese Menschen verdienen auch ganz praktische Unterstützung im Alltag“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Dirk Beyer. „Windeln und Inkontinenzprodukte sorgen in vielen Haushalten für deutlich mehr Restmüll. Wenn das reguläre Abfallvolumen nicht ausreicht, entsteht schnell eine zusätzliche finanzielle Belastung.“
Auch Stadtratsmitglied Alexandra Zäuner betont den sozialen Aspekt des Vorschlags: „Gerade Familien mit kleinen Kindern und Menschen, die Angehörige pflegen, haben ohnehin viele zusätzliche Kosten und organisatorische Herausforderungen. Ein kostenloses Zusatzvolumen bei der Müllentsorgung wäre eine einfache und unbürokratische Möglichkeit, hier konkret zu unterstützen.“
In mehreren Kommunen in Rheinland-Pfalz – etwa im Landkreis Alzey-Worms, im Rhein-Pfalz-Kreis sowie in Frankenthal, Neustadt und Speyer – gibt es bereits vergleichbare Modelle. Für die SPD ist klar: Auch Worms sollte hier nachziehen und Familien sowie pflegende Angehörige spürbar entlasten.
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