Sport

TG Osthofen zahlt gegen Haßloch Lehrgeld und kassiert deutliche Heimniederlage

TG Osthofen zahlt gegen Haßloch Lehrgeld und kassiert deutliche Heimniederlage
Die TG Osthofen hielt gegen Drittliga-Absteiger HSG Haßloch zunächst gut dagegen, geriet aber durch eine folgenschwere Schwächephase vor der Pause entscheidend ins Hintertreffen und musste sich am Ende mit 22:33 geschlagen geben.

Nach einem lange umkämpften Beginn haben die Regionalliga-Handballer der TG Osthofen gegen die HSG Haßloch am 13.09.2026 erstmals deutlich die Grenzen aufgezeigt bekommen. Der Aufsteiger aus der Wonnegau-Region unterlag dem Drittliga-Absteiger mit 22:33 (12:18). Vor allem eine Schwächephase unmittelbar vor der Halbzeit brachte die TGO entscheidend ins Hintertreffen.

Dabei erwischten zunächst die Gäste den besseren Start. Haßloch setzte sich innerhalb der ersten fünf Minuten auf 4:0 ab und stellte die Osthofener Defensive früh vor Probleme. Die Gastgeber ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken. Angeführt von einem treffsicheren Luca Steinführer kämpfte sich die TGO zurück und stellte beim 6:6 erstmals wieder Gleichstand her.

Wenig später drehten die Osthofener die Partie sogar und gingen in der 14. Minute mit 7:6 in Führung. Es entwickelte sich eine intensive Begegnung, in der der Aufsteiger dem favorisierten Drittliga-Absteiger zunächst auf Augenhöhe begegnete. Beim Stand von 11:10 lag Osthofen in der 18. Minute weiterhin knapp vorne.

Dann kippte das Spiel. Zeitstrafen brachten die TGO aus ihrem Rhythmus und Haßloch nutzte die Überzahlsituationen konsequent. Während Osthofen bis zum Pausenpfiff nur noch einen Treffer erzielen konnte, gelangen den Gästen acht Tore. Aus der knappen Osthofener Führung wurde innerhalb weniger Minuten ein deutlicher 12:18-Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel versuchte die TGO noch einmal, sich in die Begegnung zurückzukämpfen. Beim 14:18 in der 33. Minute war der Rückstand auf vier Treffer geschmolzen und die Hoffnung auf eine Aufholjagd kurzzeitig zurück. Haßloch ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und übernahm anschließend wieder klar die Kontrolle.

Für Osthofen wurde insbesondere HSG-Torhüter Riku Horikawa zunehmend zum Hindernis. Der erst 18-Jährige entschärfte zahlreiche Abschlüsse der Gastgeber. Gleichzeitig bereitete die offensive 3-2-1-Deckung der Gäste dem Osthofener Angriff immer größere Schwierigkeiten. Fehlwürfe und Ballverluste verhinderten, dass die TGO noch einmal entscheidend herankam.

Auch taktische Veränderungen brachten nicht mehr die erhoffte Wende. Als Osthofen mit einem siebten Feldspieler zusätzliches Risiko ging, nutzte ausgerechnet Horikawa ein verwaistes TGO-Tor und traf über das Feld hinweg. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie endgültig zugunsten der Gäste entschieden.

Offensiv stemmten sich vor allem Luca Steinführer und Paul Bonin gegen die Niederlage. Steinführer war mit neun Treffern, davon vier Siebenmeter, erfolgreichster Osthofener Werfer. Bonin steuerte sechs Tore bei. Gemeinsam erzielte das Rückraumduo damit 15 der insgesamt 22 TGO-Treffer. Schmerzlich fehlte Julius Herbert: Der ehemalige Haßlocher wird aufgrund einer Brustmuskelverletzung voraussichtlich mehrere Monate ausfallen.

Am Ende stand mit dem 22:33 die bislang deutlichste Lektion für den Regionalliga-Aufsteiger. Die ersten knapp 20 Minuten zeigten allerdings auch, dass Osthofen gegen einen erfahrenen und spielstarken Gegner mithalten kann. Entscheidend war diesmal die Phase vor der Halbzeit, in der die TGO ihre gute Ausgangsposition aus der Hand gab. Gegen einen Gegner von der Qualität der HSG Haßloch ließ sich dieser Rückstand anschließend nicht mehr aufholen.

Für die Osthofener gilt es nun, die erste deutliche Niederlage einzuordnen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Gerade in der Regionalliga können kurze Schwächephasen gegen etablierte Mannschaften schnell bestraft werden – eine Erfahrung, die der Aufsteiger an diesem Spieltag machen musste.

Text: SPP/Redaktion Die Knipser

Bilder zum Artikel(21)

Fotos: Mirko Müller/Die Knipser