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Wormatia schlägt Koblenz im Fußball-Krimi und feiert umjubelten 3:2-Heimsieg

Wormatia schlägt Koblenz im Fußball-Krimi und feiert umjubelten 3:2-Heimsieg
Jubel nach einem echten Fußball-Krimi in der EWR-Arena: Wormatia Worms bezwingt die TuS Koblenz mit 3:2 und verteidigt den knappen Vorsprung in einer dramatischen Nachspielzeit mit großem Einsatz. Foto: Mirko Müller/Die Knipser

Was für ein Traditionsduell in der EWR-Arena am 13.09.2026: Der VfR Wormatia Worms hat sich gegen die TuS Koblenz in einer dramatischen Schlussphase mit 3:2 (2:0) durchgesetzt. Vor 888 Zuschauern legten die Wormaten einen Blitzstart hin, mussten nach der Pause jedoch mächtig kämpfen und überstanden in den letzten Minuten mehrere hochkarätige Koblenzer Möglichkeiten. Mert Özkaya avancierte mit zwei Treffern einmal mehr zum entscheidenden Mann in der Wormser Offensive.

Die Voraussetzungen waren alles andere als optimal. Neben den bereits länger verletzten Leo Klein, Emre Sah, Nicolas Obas und Ufuk Kömesögütlü mussten auch Tom Fladung nach einer Gehirnerschütterung, Laurenz Graf aufgrund einer gebrochenen Nase sowie der gesperrte Altin Vrella passen. Cheftrainer Artur Lemm fehlte nach seiner Roten Karte beim 3:3 gegen Gau-Odernheim ebenfalls an der Seitenlinie.

Davon ließ sich Wormatia zunächst überhaupt nichts anmerken. Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, als die EWR-Arena erstmals jubelte. Nico Jäger setzte sich über die rechte Angriffsseite durch, drang in den Strafraum ein und legte im richtigen Moment für Özkaya auf. Der Spielmacher fackelte nicht lange und jagte den Ball unter die Latte – 1:0 für Worms.

Koblenz antwortete und suchte zunehmend den Weg nach vorne. Wormatia-Keeper Luca Pedretti war bereits in der 16. Minute gefordert und verhinderte den Ausgleich. Die Gastgeber blieben dagegen vor dem gegnerischen Tor eiskalt.

Nach gut einer halben Stunde folgte der nächste Treffer. Nachdem zunächst Justin Barry im Strafraum zu Boden gegangen war, führte wenig später ein Handspiel der Koblenzer zum Strafstoß. Özkaya übernahm die Verantwortung und verwandelte in der 32. Minute zum 2:0. Kurz darauf musste Pedretti erneut eingreifen und bewahrte die Wormaten vor dem Anschlusstreffer.

Damit ging der VfR mit einem komfortablen Vorsprung in die Kabine. Doch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine völlig andere Partie.

Zunächst hatte Belel Meslem zweimal die Gelegenheit, die Führung weiter auszubauen. Stattdessen brachte Igor Blagojevic die Gäste zurück ins Spiel. Nach einem starken Dribbling verkürzte der Koblenzer in der 57. Minute auf 1:2.

Von diesem Zeitpunkt an erhöhte die TuS den Druck. Wormatia musste immer mehr Defensivarbeit leisten und konnte sich bei Pedretti bedanken, dass der Vorsprung Bestand hatte. Koblenz drängte auf den Ausgleich, während die Gastgeber auf Umschaltmomente lauerten.

In der 84. Minute schien dann die Vorentscheidung gefallen zu sein. Özkaya schickte Isaac Okwubor auf die Reise. Dessen Lupfer landete an der Latte, doch Jäger war beim Abpraller zur Stelle und versenkte den Ball zum 3:1. Die EWR-Arena durfte erneut jubeln – entschieden war dieses Spiel damit allerdings noch lange nicht.

Nur zwei Minuten später schlug Koblenz zurück. Masahiro Fujiwara traf aus der Distanz zum 2:3 und läutete damit eine Schlussphase ein, die für die Wormaten zur Nervenschlacht wurde.

Die TuS warf noch einmal alles nach vorne. Blagojevic verfehlte das Wormser Tor aus kurzer Distanz nur hauchdünn. In der siebten Minute der Nachspielzeit kam Luka Hirninger frei zum Kopfball, setzte diesen jedoch vorbei.

Und selbst danach war noch nicht Schluss.

Fujiwara tauchte in der achten Minute der Nachspielzeit frei vor Pedretti auf. Der Wormser Schlussmann parierte und verhinderte den späten Ausgleich. Der Ball war damit aber noch nicht endgültig aus der Gefahrenzone. Mendim Crnaveri klärte unmittelbar vor der Torlinie – eine Rettungsaktion in letzter Sekunde.

Dann endlich war Schluss.

Wormatia brachte das 3:2 über die Zeit und feierte einen hart erkämpften Heimsieg in einem Traditionsduell, das insbesondere in der Schlussphase alles bot. Die Wormser überzeugten dabei vor allem mit Effizienz und Widerstandskraft. Während Koblenz über weite Strecken zu guten Möglichkeiten kam, nutzte der VfR seine Chancen konsequenter und hatte mit Pedretti einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten.

Özkaya setzte zugleich seine starke Form fort. Mit dem frühen Führungstreffer und dem verwandelten Handelfmeter erzielte der Offensivmann einen Doppelpack. Jäger bereitete das 1:0 vor und sorgte später selbst für den entscheidenden dritten Wormser Treffer.

Trotz zahlreicher personeller Ausfälle und einer wilden Schlussphase behielt Wormatia damit die drei Punkte in der EWR-Arena. Ein Sieg, der hart erkämpft war – und bei dem zwischen dem frühen Blitzstart und der letzten Rettungsaktion auf der Torlinie kaum mehr Spannung möglich gewesen wäre.

Text: SPP/Redaktion Die Knipser

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Fotos: Mirko Müller/Die Knipser