Vogeloasen in Pflegeeinrichtungen: Lebensräume schaffen und Natur erlebbar machen

Das NABU-Zentrum Rheinauen sucht engagierte Naturfreundinnen und Naturfreunde, die sich für den Schutz von Singvögeln einsetzen und gleichzeitig mehr Naturerlebnisse in stationäre Pflegeeinrichtungen bringen möchten. Im Rahmen des Projekts „Vogeloasen in (Senioren)Heimen“ sollen in den Außenbereichen solcher Einrichtungen naturnahe Lebensräume für Vögel entstehen.
Dabei geht es um weit mehr als die klassische Winterfütterung. Heimische Sträucher und Wildkräuter sollen gepflanzt, Kleinlebensräume angelegt und zusätzliche Nistmöglichkeiten geschaffen werden. Auf diese Weise entstehen Rückzugs- und Nahrungsangebote für heimische Gartenvögel. Gleichzeitig können die Bewohnerinnen und Bewohner die Tiere unmittelbar vor Ort beobachten und die Natur im Alltag erleben.
Rund um die entstehenden „Vogeloasen“ ist zudem eine niederschwellige Bildungsarbeit geplant. In Zusammenarbeit mit einem Team aus der jeweiligen Einrichtung sollen die Bewohnerinnen und Bewohner für die heimische Vogelwelt und deren Lebensbedingungen begeistert werden. Die regelmäßigen Naturbeobachtungen können dabei nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Abwechslung und positive Erlebnisse in den Alltag bringen.
Ehrenamtliche gesucht
Für die Umsetzung des Projekts sucht das NABU-Zentrum Rheinauen nun interessierte Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz hat das NABU-Zentrum Rheinauen mit der Durchführung des Projekts beauftragt.
Zur Vorbereitung auf die Tätigkeit sind für das Jahr 2027 insgesamt sechs Workshops in Bingen vorgesehen. Dort erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowohl fachliche Grundlagen zum Vogel- und Naturschutz als auch das notwendige Wissen für die praktische Arbeit in den Einrichtungen.
Ziel des Projekts ist es, gleichzeitig etwas für den Schutz der heimischen Vogelwelt und für die Lebensqualität älterer Menschen zu tun. Die „Vogeloasen“ sollen Orte werden, an denen Natur geschützt, beobachtet und gemeinsam erlebt werden kann.
Wer Interesse an der Ausbildung und einem ehrenamtlichen Engagement im Projekt hat, kann sich ab sofort beim NABU-Zentrum Rheinauen bei Michael Markowski unter der Telefonnummer 06721-3509160 oder per E-Mail an Michael.Markowski@NABU-Rheinauen.de melden.
Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: NABU-Zentrum Rheinauen
Weitere Artikel aus Lokales

Tricks, Beats und beste Stimmung: Erster „Skapo-Jam“ wird zum Erfolg
Spektakuläre Tricks, schnelle Lines und jede Menge Applaus: Rund ein Jahr nach der Eröffnung des Osthofener Skateparks „Skapo“ hat die Anlage ihre erste große Bewährungsprobe als Wettkampfstätte bestanden.
31. August 2026

„trotzdem da!“: Ausstellung in Osthofen erzählt die Geschichten verbotener Beziehungen
Sie wurden lange verschwiegen und sind bis heute nur wenig erforscht: Kinder, die während des Zweiten Weltkriegs aus Beziehungen zwischen Deutschen und ausländischen Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern hervorgingen.
31. August 2026

Auf zur Rheinpirsch: Worms macht gemeinsam Jagd auf den Müll
Am Wormser Rheinufer wird wieder gemeinsam aufgeräumt: Am Samstag, 12. September 2026, lädt die Entsorgungs- und Baubetrieb Worms AöR (ebwo AöR) zur ersten „Rheinpirsch“ ein.
31. August 2026

