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Volksbühne Worms ist gerettet: Vorhang auf für den Neustart

Volksbühne Worms ist gerettet: Vorhang auf für den Neustart
Nach umfangreicher Brandschutzsanierung und zahlreichen Modernisierungsarbeiten soll die Volksbühne Worms am 3. Oktober wieder ihren regulären Spielbetrieb aufnehmen. Der vertraute Theatersaal mit seiner roten Klappbestuhlung bleibt dabei erhalten. Foto: Stadt Worms / Kommunikation und Marketing

Gute Nachrichten für die Kulturszene der Stadt: Die Volksbühne Worms 1908 e.V. steht vor ihrer Rückkehr. Die umfassende Brandschutzsanierung des traditionsreichen Theaters in der Würdtweinstraße befindet sich auf der Zielgeraden. Wenn die letzten Arbeiten abgeschlossen sind, soll sich am 3. Oktober wieder der Vorhang heben und der reguläre Spielbetrieb beginnen.

Hinter dem Haus liegen intensive Monate voller Bau- und Modernisierungsarbeiten. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die Verbesserung des vorbeugenden Brandschutzes und die Anpassung des Gebäudes an die heutigen Sicherheitsanforderungen. Die Volksbühne hat dabei einen großen Teil der Koordination und Umsetzung selbst übernommen.

„Wir als Volksbühne übernehmen die Koordination und Durchführung der Maßnahmen selbst“, erklärt Gerhard Baum, erster Vorsitzender des Volksbühne Worms 1908 e.V. Einzelne Arbeiten im Innenbereich seien in Eigenregie umgesetzt worden. Gleichzeitig habe man eng mit der Stadtverwaltung und dem Architekturbüro Borrmann zusammengearbeitet. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung“, so Baum.

Neuer Fluchtweg für mehr Sicherheit

Eine der wichtigsten Veränderungen ist der neue zweite Fluchtweg, den die Stadt Worms geschaffen hat. Eine außenliegende Fluchttreppe ermöglicht künftig eine sichere Evakuierung direkt aus dem Foyer des Theatersaals. Damit wird ein zentraler Punkt des Brandschutzkonzepts umgesetzt.

Auch technisch wurde das Gebäude auf einen neuen Stand gebracht. Die Brandmeldeanlage und die elektronische Infrastruktur wurden vollständig erneuert. Neue Leitungsführungen, eine überarbeitete Deckenkonstruktion im Eingangsbereich und digitale Informationsmöglichkeiten sollen künftig einen modernen und sicheren Veranstaltungsbetrieb ermöglichen.

Im Zuge der Brandschutzmaßnahmen verschwanden zudem die bisherigen Holzverkleidungen im Eingangs- und Garderobenbereich. An mehreren Stellen wurden neue Brandschutztüren eingebaut – unter anderem im Bereich der Bar sowie zwischen Café- und Sanitärbereich.

Von der Eingangstür bis zur Fassade

Doch nicht nur der Brandschutz stand auf der Agenda. Auch zahlreiche weitere Bereiche des Hauses wurden erneuert und aufgewertet. Die Eingangstür wurde nach innen versetzt und durch ein Rolltor sowie zusätzliche Maßnahmen gegen Einbruch und Vandalismus geschützt.

Darüber hinaus wurden Bodenbeläge, die innere und äußere Treppenanlage, die Küche im Cafébereich sowie Teile der Fassade erneuert. Viele dieser Arbeiten hat die Volksbühne selbst umgesetzt. Auch dabei erhielt der Verein finanzielle Unterstützung durch die Stadt Worms.

Trotz aller Veränderungen soll eines erhalten bleiben: der besondere Charakter des Theaters. Der Theatersaal präsentiert sich weiterhin mit seiner vertrauten roten Klappbestuhlung – ein Stück Volksbühnen-Atmosphäre, das den Besuchern auch nach der Sanierung vertraut bleiben wird.

Ein Haus für Kultur und Gemeinschaft

Für Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst ist die Sanierung deshalb weit mehr als ein notwendiges Bauprojekt.

„Die Volksbühne ist weit mehr als ein Veranstaltungsort: Sie ist ein wichtiger Treffpunkt für Kultur und Gemeinschaft in Worms“, betont Horst. Mit der Sanierung werde die Zukunft dieses besonderen Hauses gesichert und zugleich ein sicherer und moderner Ort für Theater, Kultur und Begegnung geschaffen.

Damit dürfte die Vorfreude bei Künstlern, Vereinen, Veranstaltern und dem Publikum gleichermaßen wachsen. Nach Monaten des Bauens und Modernisierens heißt es bald wieder: Licht aus, Vorhang auf – die Volksbühne ist zurück.

Text: ML/Redaktion Die Knipser · Quelle: Stadt Worms / Kommunikation und Marketing