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Weniger Stau in den Sommerferien: A61 bleibt größter Engpass in Rheinland-Pfalz

Weniger Stau in den Sommerferien: A61 bleibt größter Engpass in Rheinland-Pfalz
Auf den Autobahnen in Rheinland-Pfalz wurden während der Sommerferien 2026 insgesamt 4.540 Staukilometer registriert. Besonders stark betroffen war die A61 mit mehr als 2.100 Kilometern Stau. Foto: ADAC Presse

Etwas weniger Stillstand auf den Autobahnen: Während der Sommerferien 2026 hat der ADAC in Rheinland-Pfalz insgesamt 4.540 Staukilometer registriert. Damit ging die Belastung gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres zurück. Besonders viel Geduld brauchten Autofahrer allerdings weiterhin auf der A61 – dort entstand nahezu die Hälfte aller erfassten Staukilometer.

Im Sommer 2025 hatte der ADAC noch knapp 5.000 Staukilometer gezählt. In diesem Jahr wurden während der Ferien rund 2.800 einzelne Staus auf den rheinland-pfälzischen Autobahnen registriert.

„Die Verkehrslage hat sich gegenüber dem Vorjahr etwas entspannt. Dennoch zeigen die Zahlen, dass die Autobahnen in Rheinland-Pfalz während der Hauptreisezeit weiterhin stark belastet sind“, erklärt Christian Schmidt, Leiter Mobilität und Umwelt beim ADAC Mittelrhein.

Freitags brauchten Autofahrer besonders viel Geduld

Mit Abstand am stärksten belastet war der Freitag. Insgesamt 1.311 Staukilometer entfielen auf diesen Wochentag – fast 30 Prozent der gesamten Staulänge während der Ferien.

Dahinter folgten der Donnerstag mit 690 und der Dienstag mit 630 Staukilometern. Vergleichsweise entspannt war die Situation samstags: Hier wurden insgesamt 297 Kilometer Stau registriert.

Der ADAC führt die hohe Belastung am Freitag auf das Zusammentreffen verschiedener Verkehrsströme zurück. Neben dem Berufsverkehr seien dann zahlreiche Wochenendpendler sowie Urlauber unterwegs.

„Der Freitag ist traditionell ein kritischer Reisetag“, sagt Schmidt. Wer bei seiner Reiseplanung flexibel sei, sollte insbesondere die stark frequentierten Zeiten am Freitagnachmittag meiden.

Fast jeder zweite Staukilometer auf der A61

Deutlicher Spitzenreiter unter den Autobahnen war die A61. Dort summierten sich die Staus während der Sommerferien auf 2.102 Kilometer. Damit entfielen rund 46 Prozent der gesamten Staulänge auf diese Autobahn.

Mit deutlichem Abstand folgte die A65 mit 704 Staukilometern. Auf der A3 wurden 359 Kilometer registriert.

Der längste Einzelstau der Ferien entstand allerdings auf der A3. Am Freitag, 17. Juli, staute sich der Verkehr zwischen Bad Honnef/Linz und Idstein auf einer Länge von 24 Kilometern. Bereits am 3. Juli hatte ein Stau auf der A6 zwischen Grünstadt und Schwetzingen/Hockenheim eine Länge von bis zu 23 Kilometern erreicht. Auf der A61 wurden mehrfach Staus von bis zu 16 Kilometern gemessen.

ADAC empfiehlt Blick auf aktuelle Verkehrslage

Trotz des Rückgangs gegenüber dem Vorjahr bleiben längere Verzögerungen während der Hauptreisezeit nach Einschätzung des ADAC kaum vermeidbar. Reisende sollten deshalb vor der Abfahrt die aktuelle Verkehrslage prüfen, genügend Zeit einplanen und besonders stark belastete Reisezeiten nach Möglichkeit umgehen.

Für seine Staubilanz wertet der ADAC sogenannte Floating Car Data aus. Nach Angaben des Automobilclubs fließen täglich durchschnittlich mehr als 1,2 Milliarden Positions- und Geschwindigkeitsinformationen von Fahrzeugflotten und Smartphone-Apps in die Berechnungen ein. Zusätzlich werden unter anderem Baustelleninformationen berücksichtigt.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: ADAC Mittelrhein e.V.