Carlo-Mierendorff-Straße in Osthofen bleibt länger gesperrt – Öffnung für September geplant

Autofahrer in Osthofen müssen sich noch einige Wochen auf die Vollsperrung der Carlo-Mierendorff-Straße einstellen. Ursprünglich war vorgesehen, die Straße bereits Mitte Juli wieder für den Verkehr freizugeben. Auf Nachfrage unserer Redaktion Medienagentur Die Knipser hat die Verbandsgemeinde Wonnegau nun über den aktuellen Stand der umfangreichen Bauarbeiten informiert. Demnach soll die Vollsperrung voraussichtlich im September 2026 aufgehoben werden.
Grund für die länger benötigte Sperrung sind die noch laufenden Tief- und Straßenbauarbeiten. Diese sollen nach Angaben der Verbandsgemeinde in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Witterung die geplanten Arbeiten zulässt.
Damit zeichnet sich zumindest für den Straßenverkehr eine Entlastung ab. Die gesamte Baumaßnahme wird mit der Öffnung der Carlo-Mierendorff-Straße allerdings noch nicht beendet sein.
Arbeiten dauern bis Ende des Jahres
Der ursprüngliche Zeitplan für das Gesamtprojekt sieht eine Fertigstellung bis Ende 2026 vor. An diesem Termin hält die Verbandsgemeinde nach aktuellem Stand weiterhin fest.
Nach Abschluss der Tiefbau- und Straßenbauarbeiten verlagert sich der Schwerpunkt auf das Gelände der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sowie auf Elektro- und Maschinenbauarbeiten. Diese nachfolgenden Arbeiten haben deutlich weniger Auswirkungen auf den fließenden Verkehr.
Dabei geht es vor allem um die technische Ausstattung des neuen Regenrückhaltebeckens. Unter anderem müssen Schieber, Pumpen, Umwälzpumpen und Sensoren verkabelt, angeschlossen und programmiert werden. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann die gesamte Anlage wie vorgesehen betrieben werden.
Regenrückhaltebecken soll Kanalisation entlasten
Hinter der seit Monaten sichtbaren Baustelle steckt ein umfangreiches Projekt zur Verbesserung der Entwässerungssituation in Osthofen. In der Carlo-Mierendorff-Straße entsteht ein unterirdisches Regenrückhaltebecken, das bei größeren Wassermengen die bestehende Kanalisation entlasten soll.
Das eigentliche Becken einschließlich der Betondecke war bereits zu Beginn des Jahres weitgehend fertiggestellt. Parallel begann die technische Ausstattung der Anlage.
Eine besondere Herausforderung stellt die Einbindung des neuen Beckens in das vorhandene Kanalnetz dar. Dafür werden in der Carlo-Mierendorff-Straße zwei Trennbauwerke benötigt. Das größere Bauwerk soll Mischwasser, das die Kapazität des Kanalnetzes übersteigt, in das Regenrückhaltebecken weiterleiten. Ein zweites Bauwerk ist für die spätere Entleerung des Beckens vorgesehen.
Gerade diese Arbeiten machten die vollständige Sperrung der Straße notwendig.
Umleitung bleibt zunächst bestehen
Bis zur Freigabe müssen Verkehrsteilnehmer weiterhin die eingerichteten Umleitungsstrecken nutzen. Der innerstädtische Verkehr wird über Wonnegauer Straße, Rheinstraße und Friedrich-Ebert-Straße beziehungsweise in umgekehrter Richtung geführt.
Auch für die Feuerwehr mussten wegen der Baustelle alternative Wege geschaffen werden. Als Ausweichstrecken wurden der Alte Herrnsheimer Weg und die Kleiststraße vorgesehen. Entsprechende Halteverbote sollen dort gewährleisten, dass Einsatzfahrzeuge ungehindert passieren können.
Ausgeführt wird die umfangreiche Baumaßnahme von der Heberger Hoch-, Tief- und Ingenieurbau GmbH aus Schifferstadt.
Die Verbandsgemeinde Wonnegau verweist darauf, dass die derzeitigen Verkehrsbehinderungen unvermeidbar seien, und bittet die betroffenen Verkehrsteilnehmer weiterhin um Verständnis. Entscheidend dürfte für viele Autofahrer vor allem die aktuelle Aussicht sein: Wenn die kommenden Arbeiten planmäßig verlaufen und das Wetter mitspielt, soll die Carlo-Mierendorff-Straße im September wieder für den Verkehr geöffnet werden.
Text: VM/Redaktion Die Knipser · Quelle: Verbandsgemeinde Wonnegau
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