Horror pur im alten Getreidesilo – „Hall of Doom“ begeistert rund 600 Besucher in Worms-Abenheim

Unheimliche Gestalten, düstere Gänge und überraschende Schreckmomente verwandelten das alte Getreidesilo in Worms-Abenheim am Halloween-Wochenende erneut in eine außergewöhnliche Horrorwelt. Am 30. und 31. Oktober 2026 öffnete die „Hall of Doom“ ihre Tore und lockte nach Angaben der Veranstalter rund 600 Besucher an. Der Verein „Orkfreies Mittelerde e. V.“ hatte mit zahlreichen ehrenamtlichen Helfern ein aufwendig gestaltetes Gruselerlebnis vorbereitet, das sowohl Erwachsenen als auch Kindern ein abwechslungsreiches Halloweenprogramm bot.
An beiden Veranstaltungstagen begann das schaurige Spektakel um 19 Uhr. Bereits im Außenbereich wurden die Gäste auf das bevorstehende Erlebnis eingestimmt. Gruselige Dekorationen, ein Horror-Friedhof und eine Guillotine sorgten für die passende Atmosphäre. Die ungewöhnlichen Kulissen wurden zugleich zu beliebten Fotomotiven, bevor sich die Besucher in die dunklen Räume des ehemaligen Getreidesilos wagten.
Im Obergeschoss wartete das eigentliche Horrorlabyrinth. Insgesamt neun unterschiedlich gestaltete Themenbereiche führten die Gäste durch verschiedene Gruselszenarien. Rund 25 Darsteller schlüpften in die Rollen unheimlicher Figuren und sorgten mit aufwendigen Masken, Kostümen und überraschenden Auftritten für zahlreiche Schreckmomente.
Besonders eindrucksvoll war der düstere Operationsraum, in dem eine beklemmende Krankenhausatmosphäre geschaffen wurde. Auch die Gefängniszelle mit einem unberechenbaren Psychopathen verlangte den Besuchern einiges an Mut ab. Im Horror-Kinderzimmer und im Themenbereich „The Purge“ warteten weitere unheimliche Begegnungen.
Für zusätzliche Spannung sorgte ein geheimnisvolles Labor, in dem ein zerstreuter Professor gemeinsam mit seinen Gehilfen ungewöhnliche Experimente durchführte. Zwischen Apparaturen, rätselhaften Geräuschen und überraschenden Auftritten entstand eine Szenerie, bei der die Besucher nie genau wussten, was sie hinter der nächsten Ecke erwarten würde.
Auch in einer düsteren Werkstatt ging es alles andere als gewöhnlich zu. Zwei zwielichtige Handwerker trieben dort ihr Unwesen und überraschten die Gäste zwischen Werkzeugen und dunklen Ecken. Ein weiteres Highlight bildete das Grusel-Maisfeld, das mit seiner besonderen Atmosphäre für zusätzliche Gänsehaut sorgte.
Im Bio-Labor standen schließlich geheimnisvolle Mutationsversuche im Mittelpunkt. Unheimliche Geräusche, ungewöhnliche Gestalten und detailreiche Kulissen ließen eine eigene Horrorwelt entstehen. Die verschiedenen Themenräume waren bewusst unterschiedlich gestaltet, sodass sich während des gesamten Rundgangs immer neue Eindrücke und Überraschungen ergaben.
Dabei setzte der Verein nicht ausschließlich auf plötzliche Schreckmomente. Vielmehr entstand das besondere Erlebnis durch das Zusammenspiel von Licht, Geräuschen, Dekorationen und den Auftritten der Darsteller. Jeder Raum erzählte seine eigene Geschichte und machte den Rundgang zu einer abwechslungsreichen Reise durch verschiedene Horrorszenarien.
Neben dem Gruselangebot für Erwachsene hatten die Veranstalter auch an die jüngsten Halloweenfans gedacht. Im Erdgeschoss des Silos entstand ein separates Kinder-Grusellabyrinth, das speziell auf die Bedürfnisse jüngerer Besucher abgestimmt war.
Dort konnten die Kinder unter anderem einen geheimnisvollen Rittersaal erkunden und sich durch einen Pflanzentunnel bewegen. Auch ein Hai gehörte zu den ungewöhnlichen Überraschungen des Kinderbereichs. Im Mittelpunkt standen dabei Spannung, Fantasie und ein altersgerechtes Gruselerlebnis.
Nach dem Rundgang wartete eine Candy-Bar mit Süßem und Saurem auf die kleinen Gäste. Die liebevoll gestalteten Stationen boten Familien die Möglichkeit, gemeinsam Halloween zu erleben, ohne dass die Kinder den intensiven Schreckmomenten des Erwachsenenlabyrinths ausgesetzt waren.
Auch außerhalb des Gebäudes wurde für Unterhaltung gesorgt. Verschiedene Spielmöglichkeiten verkürzten den Kindern die Wartezeit, während sich die Erwachsenen im Außenbereich aufhalten konnten. Zusätzlich standen Speisen und Getränke bereit, sodass die Veranstaltung auch Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein bot.

Der Besucherzuspruch fiel an beiden Abenden groß aus. Neben zahlreichen Menschen aus Abenheim und Worms zog die Veranstaltung auch Halloweenbegeisterte aus der Umgebung an. Unter den Gästen befanden sich Besucher aus dem Zellertal sowie das Abenheimer Kerwemädchen Anastasia Martin mit Mitgliedern des Kerwe-Teams.
Besonders die aufwendige Gestaltung der Räume, die abwechslungsreichen Szenen und die zahlreichen Überraschungseffekte trugen zur positiven Resonanz bei. Für viele Gäste gehört die „Hall of Doom“ inzwischen zu den festen Veranstaltungen rund um Halloween.
Hinter dem zweitägigen Gruselspektakel stand ein erheblicher organisatorischer und handwerklicher Aufwand. Bereits lange vor der Veranstaltung mussten die unterschiedlichen Themenwelten geplant und aufgebaut werden. Zahlreiche Kulissen entstanden in Eigenarbeit. Hinzu kamen die Vorbereitung der Kostüme, die technische Ausstattung und die Abstimmung der verschiedenen Abläufe.
Während der Veranstaltung waren neben den Darstellern zahlreiche weitere Helfer im Einsatz. Gruppenführer begleiteten die Besucher durch die Horrorbereiche. Andere Vereinsmitglieder übernahmen die Organisation, die Betreuung des Kinderlabyrinths und die Bewirtung im Außenbereich.
Ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltung war erneut die Unterstützung der Familie Hemer. Sie stellte dem Verein das alte Getreidesilo zur Verfügung und ermöglichte damit die Nutzung der außergewöhnlichen Räumlichkeiten. Der Verein bedankte sich nach dem Halloween-Wochenende ausdrücklich bei der Familie sowie bei allen weiteren Unterstützern.
Auch die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer erhielten besondere Anerkennung. Ohne ihren Einsatz beim Kulissenbau, in der Darstellung, bei der Besucherbetreuung und im Kinderbereich wäre die Umsetzung einer Veranstaltung dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.
Nach Angaben des Vereins fiel die Bilanz der beiden Veranstaltungstage durchweg positiv aus. Die Rückmeldungen der Gäste bestätigten die Verantwortlichen in ihrem Konzept. Der angestrebte Gruselfaktor von 9,5 auf einer Skala von zehn Punkten wurde nach den Rückmeldungen zahlreicher Besucher sogar übertroffen. Viele bewerteten das Erlebnis mit der Höchstpunktzahl.
Mit dem Ende des Halloween-Wochenendes wurden die Tore des alten Getreidesilos zunächst wieder geschlossen. Die schaurigen Gestalten verschwanden und nach zwei intensiven Veranstaltungstagen kehrte in das Gebäude wieder Ruhe ein.
Für den Verein ist das Kapitel „Hall of Doom“ damit allerdings noch nicht abgeschlossen. Bereits jetzt gibt es Überlegungen für neue Themenräume, Geschichten und Überraschungen. Auch im Jahr 2027 soll das alte Getreidesilo erneut zum Schauplatz eines außergewöhnlichen Halloween-Erlebnisses werden.
Die diesjährige Veranstaltung zeigte einmal mehr, wie sich durch Kreativität, handwerkliches Geschick und ehrenamtliches Engagement ein besonderes Freizeitangebot verwirklichen lässt. Mit rund 600 Besuchern und einer Vielzahl aufwendig gestalteter Horrorbereiche hat sich die „Hall of Doom“ auch 2026 als beliebter Anziehungspunkt für Halloweenfans in Worms-Abenheim und der Umgebung präsentiert.
Text: VM/Redaktion Die Knipser
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Fotos: Mirco Metzler/Die Knipser
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