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Hubschrauber über der Region: EWR kontrolliert Stromleitungen aus der Luft

Hubschrauber über der Region: EWR kontrolliert Stromleitungen aus der Luft
Aus nächster Nähe werden die Mittelspannungsfreileitungen kontrolliert: Vom 14. bis 18. September ist ein Hubschrauber für EWR entlang der Leitungstrassen unterwegs, um mögliche Schäden an Leitungen, Masten und technischen Bauteilen aufzuspüren. Foto: EWR

Wer in den kommenden Tagen einen Hubschrauber ungewöhnlich langsam und dicht entlang von Stromleitungen fliegen sieht, muss sich nicht wundern: EWR kontrolliert vom 14. bis 18. September seine Mittelspannungsfreileitungen in der Region aus der Luft. Die turnusmäßige Inspektion soll mögliche Schäden frühzeitig aufdecken und damit zu einer sicheren Stromversorgung beitragen.

Die Überprüfung der 20-Kilovolt-Leitungen findet alle drei Jahre statt. Der Einsatz eines Hubschraubers ermöglicht es den Fachleuten, Leitungen, Masten und andere technische Bauteile aus unmittelbarer Nähe zu begutachten. Ein Abschalten der Stromleitungen ist dafür nicht notwendig.

An Bord befinden sich neben dem Piloten ein Freileitungsexperte von Westnetz sowie EWR-Mitarbeiter Florian Kaufhold. Die genaue Flugroute wird täglich neu geplant und an die jeweiligen Bedingungen angepasst. Zum Tanken steuert der Hubschrauber Worms oder Mainz an.

Nur wenige Meter von den Stromleitungen entfernt

Während der Kontrollen ist der Hubschrauber vergleichsweise langsam unterwegs. Mit einer Geschwindigkeit von rund zehn Kilometern pro Stunde folgt er den Leitungstrassen. Dabei beträgt der Abstand zu den weiterhin unter Spannung stehenden Leitungen lediglich etwa sechs bis acht Meter.

„Die regelmäßige Kontrolle unserer Freileitungen ist ein wichtiger Baustein für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb“, erklärt Projektleiter Jürgen Doppler. Gerade aus der Luft könnten Details entdeckt werden, die vom Boden nur schwer oder überhaupt nicht zu erkennen seien.

Von beschädigten Masten bis zu Blitzeinschlägen

Die Fachleute achten unter anderem darauf, ob Bäume und Sträucher zu nah an die Stromleitungen herangewachsen sind. Auch die unterschiedlichen Strommasten werden genau untersucht. Bei Stahlmasten wird beispielsweise nach Korrosionsschäden gesucht, bei Betonmasten nach Abbrüchen. Ebenso stehen mögliche Schäden an Holzmasten auf der Kontrollliste.

Darüber hinaus werden die Isolatoren auf Überschläge oder Brüche untersucht. Die Leitungen selbst können beispielsweise durch Blitzeinschläge beschädigt worden sein. Auch vorhandene Vogelschutzmaßnahmen werden bei den Flügen überprüft.

Die Ergebnisse der Inspektion dienen anschließend als Grundlage für notwendige Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten. Auf diese Weise sollen mögliche Schwachstellen beseitigt werden, bevor sie zu Störungen im Stromnetz führen.

Fragen zu den Kontrollflügen beantwortet EWR-Mitarbeiter Florian Kaufhold unter der Telefonnummer 06731 405-522.

Text: LC/Redaktion Die Knipser · Quelle: EWR Aktiengesellschaft