Polizei Rheinland-Pfalz erhält 348 neue Streifenwagen mit moderner Sicherheitstechnik

Die Polizei in Rheinland-Pfalz bekommt eine neue Generation von Funkstreifenwagen. Insgesamt 348 Fahrzeuge des Typs VW Passat sollen in den kommenden Jahren die bisher eingesetzten Audi A6 ersetzen. Innenminister Achim Schwickert stellte die neuen Polizeifahrzeuge am Montag beim Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik in Mainz vor. Bis Ende 2026 sollen bereits 112 neue Streifenwagen ausgeliefert werden.
Die Fahrzeuge verfügen über 193 PS, Allradantrieb und ein Automatikgetriebe. Bei der Ausstattung wurde besonderer Wert auf die Sicherheit der Polizeikräfte und die Anforderungen des täglichen Streifendienstes gelegt.
Neue Technik soll Einsatzkräfte besser schützen
Zu den wichtigsten Neuerungen gehört ein erweitertes Videosystem, das künftig Aufnahmen sowohl vor als auch hinter dem Streifenwagen ermöglicht. Ein zusätzlicher Arbeitsscheinwerfer soll außerdem die Sicht bei nächtlichen Einsätzen verbessern.
Eine weitere Besonderheit ist ein gemeinsam mit Volkswagen entwickelter Polizeisitz. Dieser wurde speziell auf die Ausrüstung der Einsatzkräfte abgestimmt und soll mehr Komfort bieten. Durch eine verstärkte Rückenlehne soll er die Beamten zusätzlich vor möglichen Angriffen aus dem hinteren Fahrzeugbereich schützen.
Bei der Entwicklung der neuen Ausstattung wurden nach Angaben des Innenministeriums auch Erfahrungen und Anregungen von Polizeibeamten aus dem Streifendienst berücksichtigt.
Innenminister Achim Schwickert betonte bei der Vorstellung, dass ein Streifenwagen nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern zugleich ein wichtiger Arbeitsplatz für die Einsatzkräfte sei. Die neue Ausstattung solle deren Arbeitsbedingungen verbessern und die Sicherheit im täglichen Dienst erhöhen.
Rheinland-Pfalz kauft Streifenwagen künftig statt sie zu leasen
Auch bei der Finanzierung ändert das Land seine bisherige Vorgehensweise. Während die bisherigen Polizeifahrzeuge geleast wurden, sollen die neuen VW Passat gekauft werden.
Grundlage dafür ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, nach der der Kauf über die gesamte Nutzungsdauer günstiger ausfällt als das bisherige Leasingmodell.
Die neuen Streifenwagen sollen bis zu sechs Jahre oder maximal 250.000 Kilometer eingesetzt werden.
Erste Fahrzeuge bereits im Polizeidienst
Der erste VW Passat der neuen Generation ist bereits beim Polizeipräsidium Westpfalz im Einsatz. Nach Angaben des Innenministeriums fallen die bisherigen Rückmeldungen der dortigen Polizeikräfte positiv aus.
Bis zum Jahresende 2026 sollen insgesamt 112 Fahrzeuge an die fünf regionalen Polizeipräsidien in Rheinland-Pfalz ausgeliefert werden. Die übrigen Streifenwagen folgen schrittweise in den kommenden Jahren.
Mit der Beschaffung möchte das Land seinen Polizeifuhrpark modernisieren und die Einsatzkräfte langfristig mit zeitgemäßer Technik ausstatten.
Text: LC/Redaktion Die Knipser · Quelle: Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr RLP
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