Von Worms in die Welt: Kaibel & Sieber baut auf Hightech und Erfahrung

Oliver Stojiljkovic (Geschäftsfüher wfg), Walter Siegel (Geschäftsführer Kaibel & Sieber GmbH), Bürgermeisterin Stephanie Lohr, Marius Muth (Geschäftsführer Kaibel & Sieber GmbH) und Daniel Scheirich vor einer Maschine der Firma, die in die USA geliefert wird.
Wer durch die Mainzer Straße kommt und die eher unscheinbare Einfahrt passiert, ahnt kaum, dass sich dort Büro- und Fertigungsgebäude der Kaibel & Sieber GmbH auf eine Fläche von rund einem Hektar erstrecken.
„ Wir planen, konstruieren, fertigen und montieren Einzelmaschinen und komplette Anlagen zur Verarbeitung von Dämmstoffen aus Glas- und Steinwolle.“ So beschreibt das Unternehmen selbst sein Profil – und in dieser Nische sei man Weltmarktführer. Rechnet man eine Vorgängerfirma eines der beiden Gründer mit, existiert das Unternehmen bereits seit über 200 Jahren: Im Jahr 1814 gründete Georg Michael Weiß eine Schlosserwerkstatt, aus der die heutige Firma hervorging.
Die geschäftsführenden Gesellschafter Walter Siegel und Marius Muth – beide Maschinenbauingenieure – empfingen Bürgermeisterin und Wirtschaftsdezernentin Stephanie Lohr mit Vertretern der Wirtschaftsförderungsgesellsch
Bürgermeisterin und Geschäftsführung tauschten sich auch zur wirtschaftlichen Situation, zu den Chancen und Potentialen, aber auch zu Belastungsfaktoren für das Unternehmen aus. Marius Muth berichtete, dass das Unternehmen bei der Personalgewinnung stark auf die Sozialen Medien setze und erfolgreich ein Online-Bewerbungsformular anbiete, damit Ausbildungsinteressierte nicht erst eine formale Bewerbung einreichen müssten. Im kaufmännischen Bereich und im Vertrieb sind aktuell sieben Mitarbeiter tätig. Insgesamt beschäftigt Kaibel & Sieber derzeit etwa 70 Mitarbeiter.
Künstliche Intelligenz soll zukünftig in der Buchhaltung und in der Warenwirtschaft eine Rolle spielen.
„Gerade in Zeiten des wirtschaftlichen Wandels zeigt Kaibel & Sieber eindrucksvoll, dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sind. Wer über Jahrzehnte erfolgreich bleibt, muss sich immer wieder neu erfinden – und genau das gelingt hier“, attestiert Bürgermeisterin Lohr.
Herausforderungen ergeben sich vor allem aus einer in der Wahrnehmung der Unternehmensleitung wachsenden Bürokratie, wofür die Geschäftsführer auch Beispiele anführten:
Da Mitarbeiter der Firma auch im internationalen Geschäft die Anlagen bei den Kunden größtenteils selbst montieren und in Betrieb nehmen, müsse viel gereist werden. Selbst innerhalb der Europäischen Union müssten diese Personen aber teilweise in den Zielländern gemeldet werden, was zu erhöhtem Verwaltungsaufwand führe.
Auch bei der Durchführung von Schwertransporten falle erheblicher Verwaltungsaufwand an, weil in jedem Bundesland, das ein Transport durchfährt, ein jeweils eigenes Antrags- und Genehmigungsverfahren erforderlich sei.
„Der heutige Besuch macht deutlich, wie wichtig der enge Austausch zwischen Wirtschaft, Stadt und Gesellschaft ist. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und sichere Arbeitsplätze“, resümiert die Bürgermeisterin.
Bürgermeisterin Stephanie Lohr dankte Walter Siegel und Marius Muth für den offenen Austausch und bot den Unternehmern an, sich auch künftig bei Anliegen jederzeit an die städtische Wirtschaftsförderungsgesellsch
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