Bittere Niederlage im Abstiegskampf: Eulen verpassen wichtige Punkte in Lingen

Es ist ein Rückschlag zur Unzeit: Die Eulen Ludwigshafen unterliegen bei der HSG Nordhorn-Lingen mit 26:31 (14:15) – ein Ergebnis, das den tatsächlichen Spielverlauf nur unzureichend widerspiegelt. Denn über weite Strecken begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Umso schmerzhafter ist die Niederlage im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Handball-Bundesliga.
Konkurrenz punktet – Druck wächst
Die Situation im Tabellenkeller spitzt sich weiter zu. Während die Eulen leer ausgehen, sammeln direkte Konkurrenten wichtige Zähler: TuSEM Essen erkämpft sich ein 29:29 in Lübeck, die HSG Krefeld Niederrhein überrascht mit einem 28:27-Sieg beim Tabellendritten HC Elbflorenz Dresden. Der Vorsprung der Ludwigshafener auf den Abstiegsplatz schrumpft damit auf fünf Punkte.
„Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider“, resümierte Rückraumspieler Marc-Robin Eisel, der neben drei Treffern auch vier Assists beisteuerte. Trainer Michael Haaß sprach von einer „bitteren Niederlage“ im Kampf ums Überleben in der Liga.
Comeback von Grupe – Urbič überzeugt
Immerhin gab es eine positive Nachricht: Torhüter Mats Grupe kehrte nach acht Wochen Verletzungspause in den Kader zurück und feierte in den Schlussminuten ein kurzes Comeback. Zuvor hatte Žiga Urbič mit neun Paraden überzeugt.
Spiel auf Augenhöhe kippt spät
Zur Halbzeit lag Nordhorn knapp mit 15:14 vorne. Die Eulen hielten dagegen, kämpften sich mehrfach zurück und gingen nach der Pause sogar in Führung. Ein starker Lauf brachte die Gäste zwischenzeitlich mit 17:15 nach vorne.
Doch die Partie blieb umkämpft – und wurde zunehmend hitzig. Besonders einschneidend: die Rote Karte gegen René Zobel in der 52. Minute nach seiner dritten Zeitstrafe. In der Folge gerieten die Eulen mehrfach in Unterzahl, was die Gastgeber konsequent ausnutzten.
Trotz aller Bemühungen und großem Kampfgeist gelang es den Ludwigshafenern nicht mehr, das Spiel zu drehen. In der Schlussphase setzte sich Nordhorn entscheidend ab.
Chancenverwertung und Pfiffe als Knackpunkte
Während Nordhorn mit hoher Effizienz überzeugte – insbesondere Tarek Marschall und Frieder Bandlow trafen nahezu fehlerfrei – ließen die Eulen zu viele Chancen ungenutzt. Beste Werfer auf Seiten der Gäste waren Tim Schaller und Lars Röller.
Trainer Haaß zeigte sich nach der Partie kämpferisch, aber auch kritisch: „Wir haben alles herausgeholt, was möglich war. Aber wir haben das Momentum zu schnell wieder verloren.“ Gleichzeitig deutete er an, dass auch strittige Schiedsrichterentscheidungen ihren Anteil am deutlichen Endergebnis gehabt hätten.
Kampf bis zum Schluss
Trotz der Niederlage hob das Team den eigenen Einsatz hervor. „Wir haben alles auf der Platte gelassen“, betonte Eisel. Auch Kreisläufer Röller zeigte eine starke Leistung und war sowohl im Angriff als auch in der Abwehr ein zentraler Faktor.
Mit noch vier ausstehenden Spielen bleibt die Lage angespannt. Die Eulen stehen nun unter Zugzwang – jeder Punkt könnte im engen Abstiegskampf entscheidend sein.
Text: LC · Quelle: Die Eulen Ludwigshafen
Weitere Artikel aus Sport

Wasserspaß zum Ferienfinale: Aqua Fast Track bringt Action ins Wormser Freibad
Mit einem sportlichen Highlight endet in diesem Jahr die Sommerferienzeit im Wormser Freibad: Vom 31. Juli bis 6. August lädt der Aqua Fast Track Parcours zu einer Woche voller Action, Bewegung und Wasserspaß ein. Der offizielle Startschuss fällt am Freitag, 31. Juli, um 15.30 Uhr. Der schwimmende…
24. Juli 2026

Von Osthofen in die Welt: Black-Box Sports Academy wird als „Schule des Jahres“ ausgezeichnet
Mehr als 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene erlebten am 18. Juni in der Black-Box Sports Academy ein außergewöhnliches Seminar, das weit über klassisches Kampfsporttraining hinausging. Unter dem Titel „Martial Arts Athlete“ vermittelte der international renommierte Kampfkunst-Experte Roland…
21. Juli 2026

Eulen Ludwigshafen und Domenico Marinese einigen sich auf Vertragsauflösung
Die TSG Ludwigshafen-Friesenheim Bundesliga-Handball GmbH und ihr ehemaliger Geschäftsführer Domenico Marinese haben ihre Zusammenarbeit endgültig beendet. Beide Seiten einigten sich auf eine einvernehmliche Auflösung des Anstellungsvertrages. Das…
21. Juli 2026

