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Sicher unterwegs mit dem Rollator: Wöllsteiner Senioren machen den Führerschein

Sicher unterwegs mit dem Rollator: Wöllsteiner Senioren machen den Führerschein
Die Gemeindeschwester Plus Carmen Mitsch (h.R.3.v.r.) freut sichgemeinsam mit ihrem Helferteam, den Experten des Sanitätshauses Lammert Scherer undeinigen stolzen Absolventinnen und Absolventen über die bestandenen Rollator-Führerscheine. Foto: Désirée Weinländer / Kreisverwaltung Alzey-Worms

Sicher unterwegs sein und dabei möglichst lange selbstständig bleiben: In Wöllstein haben Seniorinnen und Senioren erfolgreich den sogenannten Rollator-Führerschein absolviert. Die besondere Gemeinschaftsaktion sollte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mehr Sicherheit im Umgang mit ihrer Gehhilfe vermitteln und zugleich dazu ermutigen, auch im Alter mobil zu bleiben.

Organisiert wurde die Aktion von Gemeindeschwester plus Carmen Mitsch in Zusammenarbeit mit dem Senioren-Sicherheits-Beauftragten der Verbandsgemeinde Wöllstein, Roland Straub, sowie dem Sanitätshaus Lammert Scherer aus Wörrstadt und Bad Kreuznach.

„Wir wollten eine Aktion schaffen, bei der die Leute rauskommen und sehen, wie gut die Senioreninnen und Senioren ihr Hilfsmittel beherrschen“, erklärte Gemeindeschwester plus Carmen Mitsch den Hintergrund der Initiative.

Erst der Sicherheitscheck, dann der Parcours

Bevor die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den praktischen Teil absolvierten, wurden ihre Rollatoren von den Experten des Sanitätshauses Lammert Scherer kostenlos überprüft. Bremsen, Reifen und Verschleißteile kamen dabei ebenso auf den Prüfstand wie der allgemeine Zustand der Gehhilfen. So konnten mögliche technische Mängel bereits vor Beginn der Prüfung erkannt und behoben werden.

Anschließend wartete ein abwechslungsreicher Parcours, der verschiedene Situationen aus dem Alltag simulierte. Die Seniorinnen und Senioren mussten unter anderem vorwärts und rückwärts mit dem Rollator gehen, Kurven fahren und einen Slalom bewältigen.

Auch das sichere Abbremsen aus der Bewegung gehörte zu den Aufgaben. Darüber hinaus wurde das Ankippen des Rollators an Bordsteinkanten sowie das sichere Bergauf- und Bergabrollen über eine schiefe Ebene mit gehaltener Bremse geübt.

Alltagssituationen sicher meistern

Neben den Fahrübungen standen auch praktische Alltagssituationen auf dem Programm. So mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beispielsweise einen mit Wasser gefüllten Becher transportieren, sich kontrolliert auf den gebremsten Rollator setzen und auf einer Parkbank Platz nehmen.

Auch das richtige Zusammenklappen und sichere Abstellen der Gehhilfe wurde geübt. Nach erfolgreichem Abschluss aller Stationen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich ihren offiziellen Rollator-Führerschein entgegennehmen.

Unterstützt wurde Gemeindeschwester plus Carmen Mitsch bei der Durchführung von einem engagierten ehrenamtlichen Helferteam aus der Verbandsgemeinde.

Sicherheit und Selbstständigkeit im Mittelpunkt

Für Roland Straub, Senioren-Sicherheits-Beauftragter der Verbandsgemeinde Wöllstein, steht die Vermittlung von Sicherheit im Mittelpunkt solcher Aktionen. Auch Jörg Böhme, Beauftragter für Menschen mit Beeinträchtigungen der Verbandsgemeinde Wöllstein, hob die Bedeutung des Angebots hervor. Der Rollator-Führerschein unterstütze ältere Menschen dabei, ihre Mobilität und Wahrnehmung zu stärken. Gleichzeitig könnten solche gemeinsamen Aktionen den Zusammenhalt innerhalb der Ortschaften fördern.

Auch Helferin Eleonore Kämmerer berichtete von positiven Eindrücken und sehr interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Wie wichtig Mobilität für die Lebensqualität im Alter ist, zeigte auch die Rückmeldung eines Seniors, der durch das Verbandsgemeindeblatt auf die Aktion aufmerksam geworden war. Nur zu Hause zu bleiben, sei schließlich keine Lösung – man müsse einfach rauskommen. Gleichzeitig zeigte er sich dankbar für den Rollator, der ihm im Alltag ein Stück Selbstständigkeit und Lebensqualität ermöglicht.

Die Aktion in Wöllstein machte damit deutlich, dass praktische Übungen, Sicherheitswissen und gemeinschaftliches Engagement einen wichtigen Beitrag dazu leisten können, älteren Menschen mehr Sicherheit und Selbstvertrauen im Alltag zu geben.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Kreisverwaltung Alzey-Worms