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Von der Apotheke zum Treffpunkt: Kulturraum „Alte Volkerapotheke“ feiert zweiten Geburtstag

Von der Apotheke zum Treffpunkt: Kulturraum „Alte Volkerapotheke“ feiert zweiten Geburtstag
Kulturraum „Alte Volkerapotheke“ in der Spießgasse 58: Seit Oktober 2024 bietet der Treffpunkt Raum für Kultur, Begegnung und neue Ideen. Foto: Carsten Selak Fotografie

Workshops, Ausstellungen, Selbsthilfegruppen und neue Projekte: Der Kulturraum „Alte Volkerapotheke“ in der Spießgasse 58 hat sich seit seiner Eröffnung im Oktober 2024 zu einem festen Treffpunkt in der Alzeyer Innenstadt entwickelt. Nun steht der zweite Geburtstag bevor – und mit ihm der Start in eine neue Phase.

Wo früher Medikamente über die Theke gingen, ist heute Platz für Begegnung, Austausch und neue Ideen. Vereine, Initiativen, Selbsthilfegruppen und engagierte Einzelpersonen können die Räumlichkeiten für eigene nichtkommerzielle Projekte nutzen. Voraussetzung ist, dass die Angebote öffentlich zugänglich und für Besucherinnen und Besucher kostenfrei sind.

Auf rund 62 Quadratmetern im Erdgeschoss und weiteren 30 Quadratmetern im Obergeschoss ist dabei Raum für ganz unterschiedliche Formate. Ob Workshop, Gesprächsrunde, Sportkurs, Ausstellung oder ein neues Veranstaltungsformat – vieles ist möglich. In dieser Form sind die Räumlichkeiten nach Angaben der Stadt in Rheinhessen einmalig.

Ein Raum, der von den Menschen lebt

Den Erfolg des Konzepts zeigt vor allem die Vielfalt der bisherigen Nutzungen. Der Kulturraum bietet nicht nur eine Fläche, sondern auch die Möglichkeit, neue Ideen einfach einmal auszuprobieren. Menschen, die bislang keinen passenden Ort für ihre Projekte gefunden haben, können hier eigene Formate auf die Beine stellen.

Neuer Ansprechpartner für den Kulturraum ist Carsten Selak vom JUKU. Er begleitet Interessierte bei der Planung und Umsetzung ihrer Vorhaben.

„Was mich am meisten überrascht hat, ist die Vielfalt der Menschen, die mit ihren Ideen an den Kulturraum herantreten: Einzelpersonen mit Projekten, für die sie bislang keinen passenden Ort gefunden haben, Künstlerinnen und Künstler, die eine Ausstellung planen, oder Gruppen, die einfach einen Raum für regelmäßige Treffen benötigen“, so Selak.

Kulturraum 2.0 mit neuen Schwerpunkten

Mit dem zweiten Geburtstag soll sich das Angebot weiterentwickeln. Als „Kulturraum 2.0“ werden künftig neben Kunst, Kultur und Bildung insbesondere drei weitere Bereiche in den Mittelpunkt rücken: Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt, Sport und Bewegung sowie Angebote für Eltern und Familien.

Der Kulturraum soll dadurch noch stärker zu einem generationenübergreifenden Begegnungsort werden, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft und Lebensrealitäten zusammenkommen können. Auch das JUKU möchte sich künftig stärker einbringen und eigene Projekte und Kooperationen entwickeln.

„Genau für diese Vielfalt ist der Kulturraum gedacht. Dass sämtliche Veranstaltungen kostenfrei besucht werden können, trägt zusätzlich dazu bei, einen offenen und lebendigen, sogenannten dritten Ort mitten in der Stadt zu schaffen. Der Fokus liegt auf Formaten, die Integration und Teilhabe fördern. Gleichzeitig entwickelt auch das JUKU selbst neue Angebote für den Kulturraum. So ist beispielsweise geplant, den Offenen Treff zeitweise, vergleichbar mit einem Pop-up-Store, in den Kulturraum zu verlagern und damit noch näher an die Menschen zu bringen“, so Selak.

Raum für neue Ideen

Auch Bürgermeister Steffen Jung sieht den Kulturraum inzwischen fest in der Innenstadt verankert:

„Wir wollten einen Raum schaffen, der wirklich allen offensteht – und das klappt. Der Kulturraum ist inzwischen ein fester Teil unserer Innenstadt. Ich freue mich über jede neue Idee, die hier ihren Platz findet.“

Möglich gemacht wird das Angebot durch eine Förderung des Landes Rheinland-Pfalz aus dem Programm „Innenstadtimpulse“. Die Förderung wurde für weitere zwei Jahre mit dem neuen Konzept bestätigt.

Wer selbst eine Idee für den Kulturraum hat, kann sich direkt an Carsten Selak wenden. Das Angebot muss nichtkommerziell und öffentlich zugänglich sein. Private Feiern, geschlossene Veranstaltungen und gewerbliche Nutzungen sind ausgeschlossen. Ansonsten sind den Ideen kaum Grenzen gesetzt.

Parkmöglichkeiten befinden sich unter anderem auf dem Obermarkt und in der Tiefgarage. Der Parkplatz Friedrichstraße/Spießgasse kann ab 14 Uhr kostenlos genutzt werden.

Text: LC/ Redaktion Die Knipser · Quelle: Stadtverwaltung Alzey

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Fotos: Carsten Selak Fotografie